Ölproduktion auf nur 5 Prozent gedrückt
Streikende lehnen Pause über Weihnachten ab

Die Organisatoren eines seit mehr als drei Wochen anhaltenden Generalstreiks in Venezuela haben eine Aussetzung des Streiks über die Feiertage abgelehnt. "Nicht einen Schritt zurück, der Streik geht weiter", sagte der Gewerkschaftsführer Carlos Ortega am Montag zu einem Vorschlag von Vize-Präsident Jose Vicente Rangel.

Reuter CARACAS. Am Montag marschierten erneut zehntausende Demonstranten durch die venezolanische Hauptstadt Caracas und forderten den Rücktritt von Präsident Hugo Chavez. Der Streik hat die Förderung in dem fünftgrößten Öl-Produktionsland der Welt auf 5 Prozent ihrer normalen Menge gedrückt.

Öl macht 80 Prozent der Exporte Venezuelas und 50 Prozent der Staatseinkünfte aus. Das Land ist auch der viertgrößte Öl-Lieferant der USA. Chavez' Gegner, darunter viele Geschäftsleute, machen den Präsidenten für die Rezession in Venezuela verantwortlich und werfen ihm vor, ein kommunistisches Wirtschaftssystem nach kubanischem Vorbild einführen zu wollen. Chavez war 1998 gewählt worden und hatte im April einen Putschversuch überstanden. Er hat mehrfach betont, dass die Verfassung erst im August 2003 eine Volksabstimmung über sein Mandat zulasse.

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