Ölsektor ist eingebrochen
US-Märkte machen schlapp

Den US-Märkten geht zur Wochenmitte die Puste aus. Zwar notieren die beiden großen Indizes zur Mittagsstunde im Plus, doch der Dow Jones war zwischenzeitlich in rotes Terrain abgerutscht. Das Börsenbarometer der dreißig US-Standardwerte hat sich mittlerweile gefangen und notiert mit einem Punktgewinn von 26 Zählern auf 9778 Punkten. Die technologielastige Nasdaq steht 15 Punkte im Minus und notiert bei 1880 Punkten.

NEW YORK. Nach den starken Kursgewinnen der letzten Wochen, die nur noch selten unterbrochen wurden, kommen Gewinnmitnahmen nicht völlig überraschend. Selbst nach dem Flugzeugabsturz von Montag hatte sich der Handel schnell und gut erholt.

Verkäufe gibt es vor allem im Halbleitersektor. Die Branche, die seit Wochen unangefochten zu den stärksten gehört, notiert zur Stunde mit einem Verlust von mehr als einem Prozent. Vor allem Papiere von Micron brechen dramatisch ein. Die Aktie hatte in den vergangenen zwei Monaten mehr als fünfzig Prozent an Wert gewonnen. Die Analysten der Bank of America gehen davon aus, dass dieser Trend bald zu Ende ist. Micron hatte von steigenden Preisen für die DRam-Chips profitiert, deren Nachfrage aber sinkt. Investoren ziehen sich zurück und Micron verliert bei großem Volumen bis zu vier Prozent. Auch Network Appliances, Emulex, QLogic, EMC und Brocade fahren auf der Verliererstraße.

Im roten Bereich steht am Mittag auch Big Blue IBM. Am Abend hält der Hardware-Gigant ein Analystentreffen ab. Im Vorfeld sind Anleger zurückhaltend. IBM hatte in den letzten Wochen eine starke Rally vorgelegt.

Den Computersektor stützen die Papiere von Hewlett-Packard und Compaq. Der Druckerhersteller Hewlett-Packard hatte am Mittwochmorgen Quartalsergebnisse vorgelegt und die Analystenerwartungen deutlich geschlagen. Die Aktie legt zehn Prozent zu. Über Compaq hatten sich bereits am Dienstagnachmittag die Analysten von Lehman Brothers positiv geäußert. Unabhängig von einem Merger mit HP sieht Tech-Experte Dan Niles großes Potenzial für die Aktie des Computerbauers. Compaq klettert um 13 Prozent.

Auch der Software-Entwickler Bea Systems hat am Morgen Ergebnisse vorgelegt. Das Unternehmen beendete die vergangenen drei Monate besser als die Wall Street erwartet hatte - die Aktie legt vier Prozent zu.

Komplett eingebrochen ist am Mittag der Ölsektor. Aus Opec-Kreisen dringen zur Stunde keine guten Nachrichten. Wenn sich die Opec-Staaten mit den übrigen Förderländern - darunter Russland und Mexiko - nicht auf eine Senkung der Welt-Fördermengen einigen, wäre diese zunächst vom Tisch. Der Ölpreis bliebe auf niedrigem Niveau, worunter die Förder-Unternehmen und Plattformprovider leiden. Mehr als sechs Prozent verliert der Sektor im Mittel.

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