Örtliche Truppen im Anti-Terror-Kampf sollen ausgebildet werden
US-Soldaten in Georgien eingetroffen

Zur Ausbildung georgischer Truppen im Anti-Terror-Kampf haben die USA das erste Kontingent einer Spezialeinheit in die frühere Sowjetrepublik verlegt. Die 18 Soldaten trafen in der Nacht zum Dienstag in Tiflis ein, wie der georgische Verteidigungsminister David Tewsadse bestätigte.

WiWO/ap TIFLIS. Das Trainingsprogramm mit finanziellen Kosten von 64 Millionen Dollar (70 Millionen Euro) ist Teil der weltweiten US-Strategie zur Terrorbekämpfung. Insgesamt werden dazu rund 150 US-Soldaten im Kaukasus erwartet.

Die USA vermuten vor allem im zerklüfteten Pankisi-Tal an der Grenze zur abtrünnigen russischen Republik Tschetschenien muslimische Untergrundkämpfer, die Verbindungen zu dem Terrornetzwerk El Kaida von Osama bin Laden unterhalten könnten. Die US-Soldaten sollen georgische Truppen sowie andere Sicherheitskräfte in einem 70-tägigen Kurs mit gezielten Anti-Terror-Maßnahmen vertraut machen. Darüber hinaus gibt es ein erweitertes Ausbildungsprogramm für georgische Spezialeinheiten.

Die Regierung in Tiflis unter Präsident Eduard Schewardnadse hat die USA ausdrücklich um eine solche Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus gebeten. In Moskau wird die neue militärische Kooperation indessen mit Skepsis beobachtet. Die russischen Streitkräfte befürchten, die USA könnten unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung ihren Einfluss in den ehemaligen Sowjetrepubliken ausweiten.

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