Österreich durch EU-Troika vertreten
Bundesregierung verteidigt Nicht-Einladung Österreichs

dpa BERLIN. Die Bundesregierung hat die unterlassene Einladung an Österreich für die Einheitsfeier in Dresden verteidigt. Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye verwies am Mittwoch in Berlin auf die Teilnahme von Repräsentanten der genannten EU-Troika an dem Festakt, der derzeit Frankreich, Portugal und Schweden angehören. Diese hätten die EU insgesamt und damit auch Österreich vertreten.

Die österreichische Staats- und Regierungsspitze hatte zuvor in Wien bemängelt, trotz seines großen Beitrages zum Fall der Berliner Mauer sei das Land von der deutschen Regierung links liegen gelassen worden. Zu der Feier waren auch die neben Frankreich weiteren Unterzeichner des Zwei-Plus-Vier-Vertrags - USA, Großbritannien und als Nachfolger der Sowjetunion auch Russland - eingeladen worden. Auch die östlichen Nachbarländer Deutschlands - Polen, Ungarn, die Slowakei und Tschechien - waren zu der Feier gebeten worden.

Heye meinte, der Beitrag Österreichs sei unbestritten und von deutscher Seite immer wieder betont worden. Es müsse aber auch gesehen werden, dass die osteuropäischen Länder in der damaligen Situation ein «unvergleichlich» höheres Risiko eingegangen seien. Eine Regierungssprecherin hatte vor Heyes Äußerung zudem auf die begrenzte Teilnehmerzahl hingewiesen. Der österreichische Bundespräsident Thomas Klestil hatte hingegen in Wien erklären lassen: "Da alle Nachbarstaaten, die einen Beitrag zur Einheit geleistet haben, eingeladen wurden, ist die fehlende Einladung Österreichs unverständlich."

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