Österreichisches Unternehmen hebt Umsatzerwartung an
Gericom-Aktionäre verdanken starkem Notebook-Absatz ihre Dividende

Der Linzer Notebook-Hersteller Gericom AG will die Hälfte des im Jahr 2000 erwirtschafteten Jahresüberschuss von 9,2 Mill. Euro an seine Aktionäre als Dividende ausschütten. Das kündigte Unternehmensvorstand Hermann Oberlehner anlässlich der Präsentation der Geschäftszahlen 2000 an.

yo FRANKFURT/M. Der Linzer Notebook-Hersteller Gericom AG will die Hälfte des im Jahr 2000 erwirtschafteten Jahresüberschuss von 9,2 Mill. Euro an seine Aktionäre als Dividende ausschütten. Das kündigte Unternehmensvorstand Hermann Oberlehner anlässlich der Präsentation der Geschäftszahlen 2000 an. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um 41,6 % auf 332,7 Mill. Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 107,6 % auf 14,8 Mill. Euro. Da Gericom damit die vorläufigen Zahlen von Mitte März lediglich bestätigte, schloss die Aktie am Freitag unverändert bei 26,50 Euro.

Im laufenden Jahr will Gericom den Umsatz um 40 % auf 465,8 Mill. Euro erhöhen. Das Unternehmen ging ursprünglich von 433,4 Mill. Euro aus. Beim Ergebnis ist ein durchschnittlicher Zuwächse von 60 % im Jahr geplant. Den Löwenanteil soll mit 309,3 Mill. Euro wiederum das Notebook-Geschäft beisteuern. Neben Media Markt gehört auch die Lebensmittelkette Lidl zu den wichtigsten Kunden. In diesem Jahr sollen neue Produkte wie mobile Kleinstcomputer und Organizer mit zum Umsatz beitragen. Das Geschäft mit branchenfremden Kunden wie Lebensmittelketten soll ausgebaut werden.

Analyst ist mit Unternehmenszahlen zufrieden

Im ersten Quartal diesen Jahres kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 87 % auf etwa 150 Mill. Euro. Bis zum Jahr 2003 haben die Österreicher sich einen jährlichen Zuwachs von durchschnittlich 38 % beim Umsatz und 58,5 % beim Ergebnis vorgenommen. Gute Expansionschancen sieht Oberlehner in den margenstärkeren Märkten Frankreich und Großbritannien. Gericom wolle den gesamten europäischen Markt erschließen und Marktführer werden, denn der Penetrationsgrad von Notebooks sei in Europa noch gering. Gericom rechnet mit einem durchschnittlichen Wachstum von 35 % im Jahr. Bis 2003 soll die Ebit-Marge auf 5,9 % klettern.

Auf der Pressekonferenz zeigte sich ein anwesender Analyst im Gespräch mit dem Handelsblatt zufrieden mit den Zahlen. Man müsse aber beobachten, ob sich der Markt für Notebooks, die über Lebensmittelketten vertrieben würden, sättige. Eine solche Tendenz sei bei Personalcomputern zu beobachten. Außerdem seien in der Branche Klagen über den Service von Gericom aufgekommen. Da das Unternehmen jedoch sehr günstige Notebooks liefere, spiele das derzeit jedoch keine große Rolle.

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