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Österreichisches Wirtschaftswachstum kühlt sich ab

vwd/APA WIEN. Die österreichische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2001 nach vorläufiger Berechnung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) um 2,4 Prozent gewachsen, nach 2,8 Prozent im vierten, 2,4 Prozent im dritten und 4,2 Prozent im zweiten Quartal 2000. Damit hat die mit der zweiten Jahreshälfte 2000 einsetzende Konjunkturschwäche auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres angehalten. Die Ergebnisse für das vierte Quartal 2000 hat das Wifo von plus 2,6 auf plus 2,8 Prozent nach oben revidiert. Am Freitag werden das Wifo und das Institut für Höhere Studien (IHS) ihre Wachstumsprognosen für 2001/2002 vorlegen, hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag.

Für das Wifo zeigt die Entwicklung des saisonbereinigten realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) trotz fortgesetzter Konjunkturabkühlung im Erstquartal 2001 noch keine Beschleunigung der Abwärtstendenz, wie sie in Konjunkturumfragen zum Ausdruck komme. So wuchs das reale BIP im Erstquartal saisonbereinigt um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach einem Plus von 0,5 Prozent im letzten Vierteljahr 2000. Laut Wifo hat der Export trotz der schlechteren internationalen Konjunktur mit einem Anstieg um real 5,1 Prozent bis Ende März den größten Wachstumsbeitrag geliefert. Seine Wachstumsrate sei jedoch nur noch halb so hoch ausgefallen wie in den ersten zwei Quartalen des Vorjahres.

Verlangsamt hat sich zuletzt auch das Wachstum der realen Ausrüstungsinvestitionen, die allerdings noch immer stärker expandierten als das gesamte BIP. Nachdem sich im vierten Quartal 2000 Vorzieheffekte - der steuermindernde Investitionsfreibetrag wurde mit Ende 2000 abgeschafft - und das höhere Wirtschaftswachstum in einer Steigerung der Nachfrage nach Investitionsgütern um real 8,5 Prozent niedergeschlagen hatten, betrug die Rate im ersten Quartal 2001 nur noch 3,9 Prozent. Vor allem die schwache Nachfrage nach Fahrzeuginvestitionen dämpfte hier das Ergebnis.

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