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Österreichs neuer Präsident wird vereidigtDPA-Datum: 2004-07-08 08:02:31

Wien (dpa) - Der neue österreichische Bundespräsident Heinz Fischer wird heute in Wien vereidigt. Im Anschluss an die Zeremonie im historischen Sitzungssaal des Parlaments treten die Abgeordneten und des österreichischen Bundesrats zu einer Trauerfeier für den am Dienstagabend gestorbenen Präsidenten Thomas Klestil zusammen.

Wien (dpa) - Der neue österreichische Bundespräsident Heinz Fischer wird heute in Wien vereidigt. Im Anschluss an die Zeremonie im historischen Sitzungssaal des Parlaments treten die Abgeordneten und des österreichischen Bundesrats zu einer Trauerfeier für den am Dienstagabend gestorbenen Präsidenten Thomas Klestil zusammen.

Die ursprünglich geplanten Feierlichkeiten zur Übergabe des Präsidentenamts wurden wegen des plötzlichen Todes von Klestil abgesagt. Der 66-jährige Sozialdemokrat Fischer war im Mai direkt vom Volk gewählt worden.

Der 71-jährige Klestil war am Dienstag wenige Minuten vor Mitternacht an multiplem Organversagen gestorben, das durch mehrfachen Herzstillstand ausgelöst worden war. In Wien ordnete Bundeskanzler Wolfgang Schüssel bis zum Staatsbegräbnis am Samstag Staatstrauer an. Klestil hatte am Montag einen Herzstillstand erlitten und war in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt worden, aus dem er nicht mehr erwachte. Der Sarg mit dem Leichnam des 71-Jährigen wurde am Mittwoch im Bundespräsidialamt in der Wiener Hofburg aufgebahrt.

Inzwischen trafen in Wien Beileidstelegramme von Politikern aus aller Welt ein. Bundespräsident Horst Köhler, der an dem Staatsbegräbnis teilnimmt, würdigte Klestil als große Persönlichkeit. Österreich und Europa seien «um einen hervorragenden Staatsmann ärmer geworden» schrieb Köhler der Witwe Klestils. Bundeskanzler Gerhard Schröder meinte, die Republik Österreich habe «einen Staatsmann, Deutschland einen Freund, Europa einen Brückenbauer verloren».

Außenminister Joschka Fischer erklärte, der Verstorbene habe «sich mit großem persönlichen Engagement um die Integration» Europas verdient gemacht. Der tschechische Präsident Vaclav Klaus und sein Vorgänger Vaclav Havel nannten Klestil einen Freund Tschechiens. Der ungarische Staatspräsident Ferenc Madl sagte Klestil habe viel für die europäische Integration der Staaten Ost- und Mitteleuropas getan. Der israelische Staatspräsident Mosche Katzav würdigte Klestils Bemühungen für die Juden und die Beziehungen zwischen beiden Ländern.

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