Archiv
Österreichs Tui-Chef schlägt 'Katastrophen-Versicherung' vor

Die Gründung eines "Katastrophen-Fonds" für Urlaubsbuchungen über Reiseveranstalter hat der Geschäftsführer der Tui-Austria , Helmut Lipa, vorgeschlagen.

dpa-afx WIEN. Die Gründung eines "Katastrophen-Fonds" für Urlaubsbuchungen über Reiseveranstalter hat der Geschäftsführer der Tui-Austria , Helmut Lipa, vorgeschlagen. Er nahm die Flutwellen- Katastrophe in Asien zum Anlass für die Anregung, dass künftig jeder Reisende mit der Buchung drei Euro in diesen Fonds einzahlen sollte. Daraus solle dann zum Beispiel die vorzeitige Rückreise im Katastrophenfall finanziert werden, sagte Lipa der Tageszeitung "Die Presse" vom Mittwoch.

Unter anderem würde der Fonds Urlaubern die Kosten erstatten, die nach einer Naturkatastrophe vorzeitig heimreisen möchten, obwohl ihr Hotel nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Reiseversicherungen zahlen laut Lipa nur dann, wenn das gebuchte Hotel durch höhere Gewalt zerstört wurde. Der Tui-Chef bezog sich bei seinem Vorschlag auf einen entsprechenden Fonds in den Niederlanden, der in einem solchen Fall Kosten übernimmt, die der Kunde sonst selber zahlen müsste. Dazu gehöre auch die Rückerstattung nicht genutzter Urlaubstage im Hotel.

Nach Angaben der "Presse" schätzt die Europäische Reiseversicherung (ERV), dass rund zehn Prozent der in Südasien festsitzenden Reisenden nicht gegen höhere Gewalt am Urlaubsort versichert sind. Für den Rücktransport von Verletzten mit einem Sonderflugzeug müsse in diesem Fall ein fünfstelliger Euro-Betrag bezahlt werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%