Offenbar auch Waffenkäufe getätigt
Islamistengruppe bastelte an Splitterbombe

Die verhafteten mutmaßlichen Mitglieder der Islamistengruppe El Tawhid wollten offenbar eine mit Nägeln gespickte Splitterbombe bauen. Bei der Durchsuchung von Wohnungen in Essen, Berlin und München stellte die Polizei außerordentlich große Mengen an Nägeln sicher.

WiWo/ap HAMBURG. Das sagte ein Ermittler des Bundeskriminalamts der "Bild"-Zeitung. "Ein klares Indiz, dass die Gruppe an einer Art Splitterbombe gebastelt hat."

Dazu passe, dass einige der Palästinenser in den vergangenen Wochen in mehreren deutschen Städten versucht hätten, Chemikalien zur Herstellung von Sprengstoff zu kaufen. Als mögliche Anschlagsziele wären nach Ansicht von Ermittlern vor allem jüdische Gemeindezentren und Synagogen in Deutschland, aber auch größere Menschenansammlungen in Frage gekommen.

Die zwölf am Dienstag und Mittwoch festgenommenen Personen sind Mitglieder und Unterstützer der sunnitisch-palästinensischen Organisation El Tawhid. Die Verdächtigen sollen nach unbestätigten Berichten von Deutschland aus Afghanistankämpfer logistisch unterstützt haben und in Kontakt mit dem El-Kaida-Netzwerk des Osama bin Laden stehen.

Nach Einschätzung der Ermittlungsbehörden könnte die El-Tawhid-Gruppe auch Terroranschläge in Deutschland vorbereitet haben. Die Festgenommenen seien überwiegend mit Passfälschung, Spendensammeln und der Schleusung von Kämpfern befasst gewesen. Nach Informationen der ARD hatten die Festgenommenen auch Waffenkäufe getätigt. Einige von ihnen sollen selbst in Ausbildungslagern in Afghanistan gewesen sein.

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