Offenbar doch Einlenken in deutsche Forderung nach Wartezeiten
Spanien akzeptiert angeblich Übergangsfristen für EU-Arbeitsmarkt

afp MADRID. Spanien will im Streit um die Übergangsfristen für Arbeitnehmer aus Osteuropa nach der EU-Erweiterung offenbar einlenken. Die Regierung in Madrid wolle die deutsche Forderung nach einer Wartezeit von bis zu sieben Jahren akzeptieren, berichtete die Zeitung "El Pais" am Dienstag unter Berufung auf deutsche und spanische Beamte. Dies werde der ständige EU-Vertreter des Landes am Mittwoch seinen 14 Kollegen in Brüssel mitteilen. Bisher hatte Spanien eine Einigung über die Übergangsfristen blockiert und seine Zustimmung an die Zusage für weitere Milliardenhilfen geknüpft.

Deutschland und Österreich verlangen die Schonzeit zum Schutz der heimischen Arbeitsmärkte. Sie fürchten um die Zustimmung zur Erweiterung in ihren Ländern, sollten Billigarbeiter der heimischen Bevölkerung zu stark Konkurrenz machen. Die Regierung in Madrid fürchtet um die weitere Förderung seiner ärmeren Regionen, wenn diese nach dem Beitritt osteuropäischer Länder in Konkurrenz zu den weit ärmeren Gegenden dort treten. Bis zum Jahr 2006 erhält Spanien Regionalhilfen in Höhe von rund 50 Mrd. Euro (knapp 100 Mrd. DM) aus der EU-Kasse.

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