"Offenbar ist die ganze FDP besoffen"
Müller: FDP-Kanzlerkandidatur ist eine "Lachnummer"

Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Kerstin Müller, hält die Kanzlerkandidatur von FDP-Parteichef Guido Westerwelle für eine "Lachnummer". "Ich finde das albern und unseriös

wiwo/ap BADEN-BADEN. Herr Westerwelle hat das selbst vor einem Jahr eine Schnapsidee genannt. Offensichtlich ist die ganze FDP besoffen", sagte sie am Montag im Südwestrundfunk. Es bleibe das Geheimnis der FDP, wie man den Kanzler mit 18 Prozent Stimmenanteil stellen wolle.

Zugleich ermutigte die Grünen-Politikerin die FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher dazu, wie angedroht die FDP zu verlassen. Hamm-Brücher hatte dies gegenüber Westerwelle für den Fall angekündigt, dass er sich nicht von den Israel-kritischen Äußerungen des nordrhein-westfälischen FDP-Chefs Jürgen Möllemann distanziere.

Müller bezeichnete die Äußerungen ihres ehemaligen Parteikollegen Jamal Karsli, den Möllemann in FDP holen möchte, als antisemitisch. FDP-Chef Westerwelle müsse hier "klare Kante ziehen", sagte Müller. "So lange er das nicht macht, ist ganz klar, dass die FDP auf dem Weg der Haiderisierung ist; und das bewusst und absichtlich." Mit Blick auf den Wahlkampf kritisierte Müller, die FDP sei keine Volkspartei, sondern mache etwa bei den Steuern Politik für Millionäre. Die spaßige Inhaltsleere werde mit knallhartem Neoliberalismus und Sozialabbau garniert.

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