Offene Immobilienfonds im Performance-Vergleich
Objekte im Ausland sollen Rendite steigern

Die Anbieter von offenen Immobilienfonds erhoffen sich zukünftig durch eine stärkere Berücksichtigung von Auslandsobjekten eine spürbar bessere Performance.

pk FRANKFURT/M. Neue Chancen eröffne das Vierte Finanzmarktförderungsgesetz, das in der aktuellen Fassung des Kabinettsbeschlusses grundlegende Erweiterungen der Anlagemöglichkeiten vorsehe, sagte Willi Alda, Vorstandsmitglied des Bundesverbands Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungs-Gesellschaften (BVI), in Frankfurt. Dabei verwies Alda beispielsweise auf die voraussichtlich künftig unbegrenzte Erwerbsmöglichkeit von Grundstücken außerhalb der Europäischen Union, die gegenwärtig noch auf 20 % beschränkt ist. Aus Analysen wisse man, dass die Performance ausländischer Grundstücke mehr als doppelt so hoch sei wie in Deutschland, erklärte der BVI-Vorstand.

Die Suche der Anleger nach vermeintlich krisensicheren Investments hat im laufenden Jahr zu einem regelrechten Ansturm auf die offenen Immobilienfonds geführt. Das Mittelaufkommen betrug bis zum Monatsultimo Oktober rund 5,4 Mrd. Euro, bei den Aktienfonds waren es laut BVI nur 4,8 Mrd. Euro. Das Fondsvolumen stieg auf 53,8 Mrd. Euro.

Bei gerade einmal 19 Publikumsfonds für Immobilien bereitet die plötzliche Geldschwemme den Fondsmanagern offenbar schon einige Probleme, noch geeignete Spitzenobjekte zu finden, war am Rande der BVI-Veranstaltung zu hören.

Endgültige Transparenz für den Anleger in 2002

Um dem privaten Investor eine Orientierung zu geben, wie gut sein Fonds ist, wurde der BVI-Composite-Index entwickelt, der auf den Anteilspreisen sowie den Ausschüttungen basiert. Danach wurde von 1990 bis 2000 eine durchschnittliche Jahresperformance von 6,14 % erzielt, wobei elf Fonds über diesem Durchschnitt lagen. Am besten lag der Deka-Immobilien Fonds mit 6,40 %, gefolgt vom Difa Grund mit 6,31 % und dem Difa-Fonds Nr.1 mit 6,26 %. Gemessen an Rentenpapieren mit gut 8 % Rendite und einer Dax-Performance von über 16 % waren Immobilienfonds zwar die schlechtere Anlagealternative, dafür erwirtschaften sie aber stetige Renditen und gelten als nahezu ausfallsicher.

Um mehr Transparenz zu schaffen, hat die Deutsche Immobilien Datenbank GmbH (DID) die Fondsbranche gegenüber allen institutionellen Immobilieninvestoren in Deutschland verglichen, also etwa auch mit Versicherungen. Dabei gab es bei vielen Einzelvergleichen kaum größere Abweichungen. Die Fonds verfügten allerdings über jüngere Objekte und mieden Wohnimmobilien. Endgültige Transparenz für den Anleger wird erst ein Rating bringen, über das mit Feri, Standard & Poor's und Moody?s verhandelt werde und das für 2002 geplant sei, erklärte Barbara Knoflach vom BVI-Immobilien-Ausschuss.

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