Offener Brief an die Presse
Wirtschaftsprüfer von Enron verspricht in Anzeigen volle Offenheit

Die durch das Enron-Debakel schwer belastete Wirtschaftsprüfungsfirma Arthur Andersen betreibt in ganzseitigen Zeitungsanzeigen Schadensbegrenzung.

dpa WASHINGTON. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir unserer Verantwortung ernst nehmen", schrieb Andersen-Chef Joe Berardino in einem offenen Brief, der am Mittwoch unter anderem in der "Washington Post" und im "Wall Street Journal" veröffentlicht wurde.

Darin wiederholt Berardino, dass Andersen-Partner David Duncan, der in Houston für die Buchprüfung bei dem Pleite gegangenen Energiehandelsunternehmen verantwortlich war, entlassen wurde. Drei weitere seien vom Dienst suspendiert worden, vier Manager seien mit anderen Aufgaben betraut worden.

Duncan hatte im Oktober angeordnet, dass Unterlagen in den Reißwolf kommen, nachdem die Börsenaufsicht schon eine Untersuchung in die Geschäfte Enrons angekündigt hatte. Das Unternehmen hatte riesige Schuldenberge in dubiosen Partnerschaften versteckt und musste im Herbst überraschend massive Verluste einräumen. Am 2. Dezember beantragte Enron Gläubigerschutz. Es ist die größte Pleite in der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte.

"Dies ist die schwierigste und herausforderndste Episode in der Geschichte unserer Firma", schrieb Berardino. Das Unternehmen werde voll mit den Untersuchungsbehörden zusammenarbeiten.

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