Offener Schlagabtausch von Beginn an
„Kleine Bayern“ gehen voran

Was die Profis am Mittwochabend gegen den VfB Stuttgart errreichen wollen, haben die Amateure des FC Bayern München bereits am Dienstagabend geschafft: den Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale. Die Partie gegen den Regionalliga-Konkurrenten aus der Nord-Gruppe, Eintracht Braunschweig, entwickelte sich dabei am Ende zum Krimi.

HB MÜNCHEN. Die "kleinen Bayern" gewannen in der dritten Runde des Cup-Wettbewerbs das Duell der Regionalligisten mit 3:2 (0:0) und erreichten zum zweiten Mal nach 1995 die Runde der letzten acht Mannschaften. Der überragende Paolo Guerrero (53./58.) und Borut Semler (63.) erzielten vor 2000 Zuschauern im Stadion an der Grünwalder Straße die Tore für die Mannschaft von Trainer Hermann Gerland, die zuvor die Bundesliga- Profis von Borussia Mönchengladbach und den Zweitliga-Spitzenclub Alemannia Aachen ausgeschaltet hatte.

Nach einer deutlichen 3:0-Führung geriet der Sieg der Bayern in der spannenden Schlussphase in Gefahr, doch für die insgesamt enttäuschenden Braunschweiger reichte es nur zu den Toren von Patrick Bick (70.) und Daniel Graf (74.).

Mit dem peruanischen Jung-Nationalspieler Guerrero, der beim 3:0 der Profis gegen Hannover 96 am vorigen Samstag sein erstes Bunddesligator schoss, Andreas Ottl, Nationalspieler Tobias Rau und Torhüter Michael Rensing boten die Bayern vier Spieler aus dem Profikader auf. Braunschweigs Trainer Michael Krüger verzichtete zunächst auf den 34-jährigen Ex-Profi Jürgen Rische und setzte mit Torjäger Ahmet Kuru nur eine Sturmspitze ein.

Auf Schnee glattem Boden lieferten sich beide Mannschaften vom Anpfiff weg einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Münchner nach zwanzig Minuten das Heft in die Hand nahmen und zu einigen guten Torchancen kamen, aber mehrfach an Braunschweigs Torhüter Thorsten Stuckmann scheiterten. Die größte Möglichkeit besaß Semler (39.), als er aus kurzer Entfernung den Ball übers Tor hämmerte, nachdem Stuckmann einen scharfen Schuss nicht festhalten konnte. Auf der Gegenseite vereitelte Bayern-Schlussmann Rensing zwei gute Chancen der von rund 1000 Fans unterstützten Eintracht durch Kuru (13.) und Kapitän Graf (19.)

Auch nach dem Wechsel waren die Bayern die engagiertere Mannschaft und erntete dafür nach 53 Minuten den verdienten Lohn. Nach Vorarbeit von Thorsten Fink und Semler ließ Guerrero Eintracht-Keeper Stuckmann mit einem platzierten Schuss keine Abwehrchance. Fünf Minuten später gelang dem Peruaner, der beim 2:1-Pokalsieg gegen Aachen beide Treffer erzielte, nach Musterpass von Semler die Vorentscheidung. Der agile Semler (63.) erhöhte für die kampfstarken und auch spielerisch überzeugenden Münchner auf 3:0. Bick (70.) und Graf (74.) ließen Braunschweig wieder hoffen, doch die Münchner retteten den knappen, aber verdienten Sieg über die Zeit.

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