Offensive der Armee
100 Rebellen in Kolumbien getötet

Die Streitkräfte in dem Bürgerkriegsland haben erneut zugeschlagen und linksgerichtete Kämpfer getötet. Gleichzeitig gab es etliche Festnahmen.

dpa BOGOTá. Die kolumbianischen Streitkräfte haben ihre Offensive gegen linke und rechte Rebellen massiv fortgesetzt. Die Luftwaffe tötete etwa 100 linksgerichtete FARC-Kämpfer im Süden des Landes, wie General Edgar Lesmes am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. In der Millionenstadt Medellín nahmen die Streitkräfte nach eigenen Angaben außerdem 80 mutmaßliche Mitglieder der linken Guerilla und rechter Milizen fest. Diese Gruppen ringen in der Stadt im Nordwesten des Landes vor allem um die Vorherrschaft im Drogenhandel.

Bei den Kämpfen nahe La Uribe, einer früheren Rebellenzone, in der jahrelang Friedensgespräche geführt worden waren, hätten auch Bodentruppen teilgenommen, hieß es. Die Gespräche waren im Februar von der Regierung abgebrochen worden. Im Mai gewann der konservative Politiker Alvaro Uribe die Präsidentenwahl. Er hat den Rebellen eine Politik der harten Hand angedroht. Die marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) sind mit 17 000 Männern, Frauen und Kindern die größte Rebellengruppe des Landes und kämpfen seit fast 40 Jahren gegen den Staat.

Bei einem Bombenanschlag auf einen Supermarkt in der Stadt Dosquebradas im Zentrum des Landes wurden nach Polizeiangaben außerdem mindestens zwei Menschen getötet und neun weitere verletzt.

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