Offizielle Entschuldigung der PDS erneut abgelehnt
Gysi hält Berliner Mauer für "nicht entschuldbar"

Der PDS-Politiker Gregor Gysi lehnt eine offizielle Entschuldigung seiner Partei für den Bau der Berliner Mauer weiter ab.

ddp HAMBURG. "Einzelne, die persönliche Schuld tragen, können versuchen, bei Opfern und ihren Angehörigen um Entschuldigung zu bitten", sagte Gysi in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview des Magazins "Stern". Die Mauer selbst halte er hingegen für "nicht entschuldbar", betonte der PDS-Spitzenkandidat für die Wahl in Berlin.

Er glaube, dass eine Beteiligung seiner Partei am Berliner Senat "die Akzeptanz der PDS bis nach Bayern deutlich erhöhen" und die Sozialisten "natürlich" mittelfristig auch auf Bundesebene koalitionsfähig machen werde, sagte Gysi. Im Jahr 2006 halte er eine Mitte-Links-Regierung mit der PDS für "gut möglich".

Damit die überschuldete Hauptstadt entlastet wird, will Gysi nach der Wahl am 21. Oktober auf die Bildung einer Kommission drängen, die über Berlins Aufgaben als Hauptstadt und deren Finanzierung berät. Diese Kommission solle mit Vertretern von Medien, Kirchen, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Gewerkschaften besetzt und von den früheren Regierenden Bürgermeistern Richard von Weizsäcker (CDU) und Hans-Jochen Vogel (SPD) geleitet werden, schlug Gysi vor.

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