Oft fehlt die Qualifikation
Handwerk leidet unter Personalnot

Trotz hoher Arbeitslosenquote sind mehrere hundertausend Stellen im deutschen Handwerk nicht besetzt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Handwerkskammer Düsseldorf unter 8 000 Mitgliedsunternehmen.

ire DÜSSELDORF. Während die Arbeitslosigkeit auch in Nordrhein-Westfalen wächst, liegt das ungenutzte Beschäftigungspotenzial dort etwa bei 50 000 Stellen. Allein die Handwerksbetriebe im Regierungsbezirk Düsseldorf mit seinen etwa 5,7 Millionen Einwohnern melden einen ungedeckten Bedarf von fast 11 000 Facharbeitern, mehr als 5 000 ungelernten Kräften sowie 5 200 Lehrstellen.

Diesen akuten Personalnotstand nannte Gerd Wieneke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf, bei der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse ein "absurdes und inakzeptables Phänomen". Als Gründe für die Personalnot führte er an, dass jeweils rund ein Drittel der von den Arbeitsämtern vermittelten Bewerber nicht arbeitsfähig bzw. arbeitsbereit (33,5 %) oder nicht genügend qualifiziert (30,8 %) seien. Diese Misere treffe vor allem die Unternehmen des Metallbaus und die Handwerksbetriebe aus dem Bereich der Informationstechnologie. Das Handwerk fordere deshalb eine "passgenaue" Qualifizierung von Stellensuchenden durch die Arbeitsämter. Das rückständige Image der Branche stimme keinesfalls mit der Realität überein, so Wieneke. Immerhin nutzen 50 % der Handwerksbetriebe das Internet.

Auch die Nachwuchssituation sieht düster aus: Fast 40 % der Bewerber um einen Ausbildungsplatz verfügen nicht die nötige Eingangsqualifikation. Ein Armutszeugnis vor allem für die deutschen Hauptschulen.

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