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OHB Technology ist an Raumfahrttechnik-Sparte von MAN interessiert

Der Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB Technology hat Interesse an den Raumfahrtaktivitäten des MAN-Konzerns . Ein OHB-Sprecher bestätigte am Mittwoch, dass es Gespräche zwischen beiden Unternehmen gibt. Zu Inhalten und Zielen wollte er sich jedoch nicht äußern.

dpa-afx HAMBURG/BREMEN. Der Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB Technology hat Interesse an den Raumfahrtaktivitäten des MAN-Konzerns . Ein OHB-Sprecher bestätigte am Mittwoch, dass es Gespräche zwischen beiden Unternehmen gibt. Zu Inhalten und Zielen wollte er sich jedoch nicht äußern. Es sei derzeit zu früh, konkretere Angaben zu machen.

Zuvor hatte die "Financial Times Deutschland" in ihrer Mittwochausgabe unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, dass OHB Technology die Übernahme der Raumfahrtaktivitäten des MAN-Konzerns plane. Die Gespräche befänden sich noch in einem frühen Stadium, hieß es. Neben einem Komplettkauf könne auch ein schrittweiser Einstieg erfolgen. MAN habe in diesem Bereich 500 Mitarbeiter.

MAN: Gespräche MIT Mehreren Interessenten

Ein MAN-Sprecher sagte am Mittwoch auf Anfrage lediglich: "Wir führen seit einiger Zeit Gespräche mit mehreren Interessenten." Ob auch OHB unter diesen Interessenten ist, wollte er weder bestätigen noch dementieren.

Der mittelständische OHB-Konzern gilt laut "FTD" mit gut 280 Beschäftigten und rund 106 Mill. Euro Gesamtleistung im vergangenen Jahr als High-Tech-Nischenanbieter. Zu den größten Projekten gehöre das Aufklärungssatellitensystem SAR-Lupe für die Bundeswehr. In der Bremer OHB-Zentrale arbeiten nach Angaben des Unternehmens Wissenschaftler und Ingenieure an einer Vielzahl von nationalen und internationalen Projekten aus den Bereichen Kleinsatelliten, bemannte Raumfahrt und Technologien für Sicherheit und Aufklärung.

MAN Technologie Wichtiger Ariane-Lieferant

Die MAN Technologie AG mit Sitz in Augsburg ist einer der wichtigsten Lieferanten für die Ariane-Rakete und produziert hierfür die Feststoffgehäuse der Zusatzraketen (Booster). MAN hatte Anfang des Jahres angekündigt, die verlustreiche MAN Technologie auf das mit der Ariane-Zulieferung zusammenhängende Kerngeschäft verschlanken und nach der Rückkehr in die Gewinnzone in wenigen Jahren verkaufen zu wollen. Die übrigen Aktivitäten der Sparte sollten in anderen Teilen des Konzerns untergebracht werden.

Der MAN Technologie-Umsatz war 2003 auf 123 Mill. Euro gesunken bei 19 Mill. Euro Verlust. Der EADS-Konzern als Generalunternehmer der Ariane-Rakete hatte kein Interesse an der Übernahme der MAN-Raumfahrtsparte gezeigt.

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