Ohne Angabe von Gründen
Datadesign-Chef verlässt Unternehmen

Mitten in der Finanzkrise des Softwareunternehmens Datadesign hat der Vorstandsvorsitzende Roy von der Locht das Unternehmen verlassen. Der Diplominformatiker sei mit sofortiger Wirkung ausgeschieden, teilte die Datadesign AG am Donnerstag in München mit. Zu den Gründen äußerte sich das Unternehmen nicht. Seine Aufgaben sollen von den Vorständen Philip Hartley und Gerhard Weichenhain übernommen werden. Von der Locht stand seit Ende 1999 an der Spitze des angeschlagenen Unternehmens

dpa/HB MÜNCHEN. Das eingeleitete Restrukturierungsprogramm sei von dem Ausscheiden des Vorstandschefs nicht beeinträchtigt, hieß es. Datadesign gehe angesichts des Auftragbestandes davon aus, dass die Profitabilität in den nächsten Quartalen erreicht werde. Die Liquidität betrage rund 3,4 Mill. Euro.

Das Unternehmen hatte am Dienstag mitgeteilt, dass der Verlust bis Ende Juli die Hälfte des Grundkapitals überschritten habe und daher pflichtgemäß eine außerordentliche Hauptversammlung angekündigt. Im ersten Halbjahr hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von 7 Mill. Euro einen Vorsteuerverlust von 1,9 Mill. Euro gemacht. Belastet wurde das Unternehmen unter anderem durch Integrationskosten für das Geschäft mit Finanzsoftware des insolventen Unternehmens Brokat, das Datadesign Anfang des Jahres übernommen hatte.

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