Ohne die Stimmen in Ohio kann keiner gewinnen
Ohio zählt ohne "provisorische Stimmen"

Die Präsidentenwahl in den USA wird wie vor vier Jahren zu einem nervenaufreibenden Wahlmarathon.

HB WASHINGTON. Der republikanische Kabinettsminister und Wahlleiter des Bundesstaates Ohio, Ken Blackwell, kündigte am Mittwochmorgen (Ortszeit) im US- Nachrichtensender CNN an, dass rund 150 000 vorläufige Stimmen sowie Stimmen von bis zu 100 000 Briefwählern erst in elf Tagen ausgezählt werden.

Nach vorliegenden Hochrechnungen kann weder Präsident George W. Bush noch dessen demokratischer Herausforderer John Kerry die Präsidentenwahl ohne die Stimmen von Ohio gewinnen. Am Mittwoch gegen 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit führte Bush in dem Bundesstaat mit rund 140 000 Stimmen Vorsprung.

Vor den Endergebnissen aus den letzten fünf Bundesstaaten konnte Bush 249 Wahlmännerstimmen gewinnen. Kerry sicherte sich 242 Stimmen. Für einen Wahlsieg sind 270 Stimmen von Wahlmännern notwendig.

Die Probleme in Ohio sind durch die provisorischen Stimmen verursacht worden. Jetzt muss geprüft werden, ob diese rund 150 000 Wähler überhaupt wahlberechtigt waren. Darüber hinaus rechnet die Wahlleitung mit bis zu 100 000 Briefwählern.

Die Demokraten wollen die Wahlschlacht im Ohio keinesfalls vorzeitig verloren geben. "Wir haben vier Jahre gewartet, und wir können noch eine weitere Nacht warten", sagte Vizepräsidentschaftskandidat John Edwards in Boston (US-Bundesstaat Massachusetts). "John Kerry und ich haben versprochen, dass jede Stimme zählt und jede Stimme gezählt wird. Heute Nacht werden wir unser Wort halten und für beides kämpfen", sagte er.

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