Ohne Freisprecheinrichtung droht Mitschuld
Hände weg vom Handy

Autofahrer, die während der Fahrt mit einem Handy ohne Freisprecheinrichtung telefonieren, bekommen im Falle eines unverschuldeten Unfalls möglicherweise weniger Schadenersatz.

HB/dpa KÖLN/MÜNCHEN. Ein Unfallverursacher habe nach einem Urteil des Kölner Oberlandesgerichtes (OLG) trotz einer eindeutigen Vorfahrtsverletzung nur 80 Prozent des entstandenen Schadens bezahlen müssen, teilte der ADAC (München) am Freitag mit. Der Grund: Die Geschädigte habe zum Zeitpunkt des Unfalls ohne Freisprecheinrichtung mit einem Handy telefoniert. Das OLG Köln bestätigte ein entsprechendes Urteil.

Die Fahrerin hätte den Unfall vermeiden können, wenn sie ihre ungeteilte Aufmerksamkeit dem Verkehrsgeschehen gewidmet hätte, begründete das Kölner OLG die Entscheidung. Durch das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung sei sie vom Verkehrsgeschehen abgelenkt gewesen und habe nur noch eine Hand frei gehabt. Das Gericht wies darüber hinaus darauf hin, dass bereits der Versuch zu telefonieren für eine Teilschuld ausreiche.

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