Ohne Frings und Baumann nach Asien - Engelhardt und Schulz dabei
Klinsmann wehrt sich gegen Beckenbauers Druck

Spieler-Ausfälle, Torwart-Aussetzer und Kaiser-Aussagen machen Bundestrainer Jürgen Klinsmann vor der ohnehin ungeliebten Asienreise der deutschen Fußball-Nationalmannschaft das Leben schwer.

HB NEU-ISENBURG. Die Vize-Weltmeister Torsten Frings (Rippenprellung) und Frank Baumann (Knieblessur) sagten am Wochenende ihre Teilnahme an dem Zehn-Tage-Trip nach Japan, Südkorea und Thailand ab. Kaum Hoffnung besteht zudem beim Schalker Christian Pander (Oberschenkelzerrung). Als Nachrücker berief Klinsmann die Neulinge Marco Engelhardt vom 1. FC Kaiserslautern und Christian Schulz von Werder Bremen in sein Aufgebot, das sich am Sonntag in Neu-Isenburg versammelte und am Montag den Elf-Stunden-Flug nach Tokio antritt.

"Die Reise ist eminent wichtig für den Teamgeist. Wir möchten als Mannschaft weiter wachsen", verteidigte Klinsmann am Sonntag die Testspielreise, die am Ende eines langen Fußball-Jahres vielen Bundesliga-Trainern ein Dorn im Auge ist. "Natürlich wollen wir auch sportlich überzeugen", betonte der Bundestrainer. Kapitän Michael Ballack forderte ebenfalls dazu auf, das Länderspieljahr am Donnerstag in Yokohama, am Sonntag in Busan und am 21. Dezember in Bangkok mit drei Erfolgserlebnissen ausklingen zu lassen: "Es ist unsere Pflicht, dort drei gute Länderspiele abzuliefern und uns auch außerhalb des Platzes entsprechend zu verkaufen."

Für Diskussionen sorgten Oliver Kahn, der sich beim 2:2 des FC Bayern gegen Stuttgart erneut einen schweren Patzer leistete, und vor allem Franz Beckenbauer. Der "Kaiser" kritisierte Klinsmanns Pläne, erst nach der WM über die Fortsetzung seiner Bundestrainer- Laufbahn entscheiden zu wollen. "Wohin so etwas führen kann, haben wir ja nach dem für uns völlig überraschenden Rücktritt von Rudi Völler gemerkt. Dieses Theater um die Trainersuche darf uns nicht noch einmal passieren", sagte Beckenbauer. "Es ehrt mich, dass der Franz mich so langfristig sieht. Aber wie wir es machen, ist es vernünftig. Meine Position ist rein erfolgsbezogen", entgegnete Klinsmann: "Wenn es bei der WM gut läuft, können wir über alles reden."

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