Ohne Niederlage im Turnier
Federer deklassiert Agassi

Wimbledonsieger Roger Federer ließ dem Amerikaner im Finale von Houston nicht den Hauch einer Chance und sicherte sich als erster Schweizer den Titel des Tennis-Weltmeisters.

HB HOUSTON. In einem einseitigen Endspiel, das im Regen von Houston/Texas am Sonntag für mehr als zweieinhalb Stunden unterbrochen werden musste, deklassierte der 22-Jährige den elf Jahre älteren WM-Senior Andre Agassi und setzte sich spielend leicht in 88 Minuten mit 6:3, 6:0, 6:4 durch. Streckenweise war es sogar eine Demütigung für Agassi. "Das war das leichteste Spiel der Woche", erklärte Agassi mit Galgenhumor. Der Amerikaner, der 1990 Weltmeister geworden und 1999 sowie 2000 im Finale gescheitert war, konnte sich mit einem Preisgeld von 700 000 Dollar trösten.

Federer, der in seinen fünf Matches unbesiegt geblieben ist, kassierte für seinen ersten Weltmeister-Titel seinen bislang größten Scheck in Höhe von 1,52 Mill. Dollar. Er ist der fünfte Spieler, der seit Einführung der Round-Robin-Vorrunde 1986 das Masters ohne Niederlage überstanden hat. Das gelang zuletzt dem Australier Lleyton Hewitt vor zwei Jahren. Auch Michael Stich blieb 1993 bei seinem Triumph in der Frankfurter Festhalle unbesiegt.

Nach dem "Wunder von Houston" fühlte sich der frisch gebackene Tennis-Weltmeister zurückversetzt nach Wimbledon und beschrieb seine Gefühle mit einem Wort: Unglaublich. "Es ist unglaublich, auch hier gewonnen zu haben. Unglaublich, dass ich neben den Größten in den Siegerlisten stehe." Immer wieder sprudelte es aus Roger Federer heraus.

Als erster Schweizer hatte Federer im Juli in Wimbledon triumphiert. Und nun wurde er als Nachfolger des Australiers Lleyton Hewitt erster Tennis-Weltmeister seines Landes. "Ich bin sehr stolz darauf, auf der Siegertafel neben den Größten im Tennis zu stehen." Im Eidgenössischen wurde der Tennis-Feingeist überschwänglich gefeiert. "Roger der Überflieger" titelte am Montag das Boulevardblatt "Blick". Der "Tages-Anzeiger" schrieb vom "Meilenstein in Texas", und die "Tribune de Genève" benutzte die Lieblings-Vokabel des sympathischen Anti-Stars: "Die unglaubliche Woche des Roger Federer".

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