Ohne Niederlage zur WM
Schweden wollen nicht das "Opferlamm" geben

Schweden will bei der Fußball-WM in Japan und Südkorea in der "Todesgruppe" nicht das "Opferlamm" geben. Trotz der extrem schweren Vorrunden-Aufgaben gegen die Mitfavoriten Argentinien, England sowie Nigeria geht das Trainer-Duo Tommy Söderberg und Lars Lagerbäck die Rückkehr der Skandinavier auf die WM-Bühne mit Optimismus an.

sid STOCKHOLM. "Wenn man eine harte Vorrundengruppe machen wollte, hat man es wirklich geschafft. Aber ich sehe die Dinge immer positiv. Es wird zwar schwer, aber es ist auch eine Herausforderung für uns", meint Söderberg. Lagerbäck gibt sich noch kämpferischer: "Wir werden uns auf jeden Fall nicht schon vorher ergeben."

Verstecken müssen sich die Schweden, die nach dem dritten Platz bei der WM 1994 in den USA vier Jahre später in Frankreich nur WM-Zuschauer waren und 2000 bei der EM in Belgien und den Niederlanden schon in der Vorrunde scheiterten, vor den großen Namen der Gegner ohnehin nicht. Das Team um die Stars Henrik Larsson, Frederik Ljungberg und Patrik Andersson schaffte die Qualifikation ohne Niederlage.

Entsprechend genießen die Nordländer auch Respekt bei der Konkurrenz. "Die Gruppe heißt nicht zuletzt wegen der Schweden 'Todesgruppe'. Sie haben dieselben Chancen wie die anderen Teams", meint Argentiniens Nationalcoach Marcelo Bielsa. Auch sein Spielmacher Juan Sebastian Veron warnt davor, die Schweden zu unterschätzen: "Die haben ein sehr starkes Team mit einigen Ausnahmespielern und sind nicht leicht zuschlagen. Sie sind nur in der Außenseiterrolle, weil die anderen Mannschaften bekannter sind".

In der Vergangenheit lag den Schweden, die bisher neunmal an einer Endrunde teilgenommen haben (14 Siege, 9 Unentschieden und 15 Niederlagen), die Rolle des "Underdogs". Gegen Argentinien und Nigeria hat der WM-Finalist von 1958 bisher jeweils einmal gespielt und gewonnen. Den Engländern, die mittlerweile ausgerechnet vom Schweden Sven-Göran Eriksson betreut werden, unterlagen die "Tre Kronors" das letzte Mal auch schon vor 33 Jahren. Zuletzt trennten sich die beiden Teams im vergangenen November in Manchester 1:1.

Die Stärke der Schweden, die in einem klassischen 4-4-2-System auflaufen, liegt vor allem in der Verteidigung um Bayern Münchens früheren Abwehrchef Andersson. Nur drei Gegentreffer kassierte Torhüter Magnus Hedman in den zehn Qualifikationsspielen. Allerdings bangen Söderberg und Lagerbäck, die kürzlich ihre Verträge schon bis 2004 verlängerten, um Anderssons WM-Teilnahme. Denn der zum FC Barcelona gewechselte Ex-Gladbacher muss nach einer Knie-Operation um ein rechtzeitiges Comeback kämpfen.

Dagegen hat Hedman sein eigenes Erfolgsrezept: "Ich werde bis zur WM keinen Alkohol mehr trinken. Ich habe seit Oktober keinen Tropfen angerührt. Das ist die erste Saison, in der ich komplett abstinent bleibe."

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