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Ohne Orchester: Brian Setzer mit den Stray Cats auf TourDPA-Datum: 2004-07-09 14:01:57

Hamburg (dpa) - Tolle, Tattoo und Tigeranzug: Als Crooner macht Brian Setzer, der King des Neo-Swings, eine ziemlich gute Figur. Zehn Jahre lang tourt er jetzt schon mit seiner rund 16-köpfigen Bigband erfolgreich durch die Welt und begeistert die Fans mit tänzerischer Leichtigkeit und erdigem Rock.

Hamburg (dpa) - Tolle, Tattoo und Tigeranzug: Als Crooner macht Brian Setzer, der King des Neo-Swings, eine ziemlich gute Figur. Zehn Jahre lang tourt er jetzt schon mit seiner rund 16-köpfigen Bigband erfolgreich durch die Welt und begeistert die Fans mit tänzerischer Leichtigkeit und erdigem Rock.

Jetzt zieht die Rockabilly-Ikone Bilanz: Das Brian Setzer Orchestra hat gerade das Live-Doppel-Album «The Ultimate Collection» vorgelegt, das in Montréal und Tokio aufgenommen wurde - mit allen Hits wie «Rock This Town, «Stray Cat Strut, «Rumble In Brighton oder «Sleepwalk».

Und es geht rund: «Turn It Up And Get Rockin'!» fordert Brian Setzer am Ende des aufwändig gestalteten und mit zahlreichen Bildern ausgestatteten Booklets, in dem er noch einmal die sagenhafte Story seines Orchesters erzählt, das jetzt erst einmal Pause macht, nachdem die Stray Cats ein Comeback gestartet haben und im Rahmen ihrer Reunion-Tour auch vier Konzerte in Deutschland geben.

Aber so weit sind BSO und SC eigentlich nie auseinander gewesen, denn «reiner» Glenn-Miller-Swing war das nie gewesen, was Brian Setzer mit seinem Orchester da abgeliefert hat, so rau, dreckig und laut war der Sound. Songs von Louis Prima («Jump, Jive An' Wail») oder Duke Ellington («Caravan») findet man zwar im Repertoire des BSO, aber im Grunde war Setzers Swing klassischer Rock'n'Roll und Rockabilly mit großem, schmissigen Orchester. Und mit Nostalgie hat das nie was zu tun gehabt.

Live kam das von Anfang an perfekt an und die Shows waren immer gut für eine kollektive Ekstase. Das brachte Brian Setzer immerhin eine Einladung zur Hochzeitsfeier von Bill Gates ein. Die Plattenverkäufe hinkten aber unerklärlicherweise hinterher. Erst mit dem dritten Album «The Dirty Boogie» (1998) hob das BSO richtig ab: zwei Grammys und fünf Millionen verkaufte Exemplare waren sichtbare Zeichen einer allgemeinen Anerkennung.

Jetzt aber macht das Brian Setzer Orchestra erst einmal Pause, denn die legendären Stray Cats streunen wieder. Nachdem Slim Jim Phantom, Lee Rocker und Brian Setzer im letzten Jahr ganz offensichtlich viel Spaß an einem gemeinsamen Auftritt hatten, gibt es jetzt gleich eine ganze Tournee, die unter dem Titel «Rock This Town» das Ziel klar definiert. Berlin, Hamburg, München und Bonn sind die vier Stationen in Deutschland.

Auf Swing will das Trio dabei verzichten, dass das Orchester zu Hause lässt und voll auf Stray-Cats-Originale setzt. Rund zwei Wochen nach den deutschen Shows soll es zudem eine geballte Ladung von Live-CDs geben.

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