Ohne Salihamidzic in Belgrad
Scholl will Karriere-Ende bei Bayern

Mehmet Scholl will seine Karriere beim FC Bayern München beenden und mit neuer Motivation die erste internationale Hürde zum Saisonstart nehmen. "Ich gehe davon aus, dass ich bis zum Ende meiner Karriere hier spiele - wann immer das sein wird", sagte der dienstälteste Bayern-Spieler am Montag in einer Pressekonferenz in München.

HB MÜNCHEN/ BELGRAD. Scholl fühlt sich nach einer langen Sommerpause und dem verletzungsbedingten Verzicht auf die Weltmeisterschaft wieder fit. Nach dem durchwachsenen Bundesliga- Auftakt bei Borussia Mönchengladbach (0:0) versprach er für die bevorstehende Qualifikation zur Champions League bei Partizan Belgrad Besserung: "Es gibt keine Ausreden, keine Entschuldigungen. Wir werden uns mehr Mühe geben, ganz klar."

Der Fußball-Weltpokalsieger muss im Hinspiel am Mittwochabend (20.30 Uhr/live in der ARD) auf Hasan Salihamidzic verzichten. Der Bosnier ist auf Grund der Roten Karte beim letzten Champions-League- Auftritt, dem Viertelfinal-"Aus" bei Real Madrid (0:2), gesperrt.

Bereit für einen Neuanfang

Scholl hingegen kann trotz einer leichten Oberschenkelprellung in Belgrad antreten. Der Offensiv-Spieler, der Teamchef Rudi Völler kurz vor der WM wegen einer Serie von Verletzungen eine Absage erteilt hatte, ist bereit für einen Neuanfang. Er habe die komplette Vorbereitung ohne Probleme absolvieren können. "Das ist die Grundvoraussetzung, um eine harte Saison durchzustehen, und diesen Kreislauf von Verletzungen irgendwann zu durchbrechen", sagte Scholl, der seit zehn Jahren bei den Bayern spielt. Sein Vertrag läuft bis 2004.

Von einer klaren Favoritenrolle der Bayern gegen Belgrad wollte Scholl nicht sprechen. "Wir werden überrascht sein, wie viele gute Spieler die haben, auch wenn sie nicht so bekannt sind", meinte er. Von Klagen über den frühen internationalen Start ist er weit entfernt. "Da sind wir ja selber schuld und brauchen nicht zu jammern."

Bayern-Sprecher sieht keine Sicherheitsbedenken

Unterdessen gab Bayern-Sprecher Markus Hörwick einen Tag vor der Abreise nach Belgrad angesichts möglicher Sicherheitsbedenken Entwarnung. "Wir glauben nicht, dass es irgendwelche Probleme geben wird", sagte Hörwick. 150 Tickets seien an mitreisende Bayern - Anhänger verkauft worden. Sechs eigene Ordner und Fan-Polizisten seien dabei. In der Vorwoche hatte die Polizei in Belgrad nach dem 4:0-Erfolg in der Qualifikation gegen den schwedischen Meister Hammarby IF mehrere Gewalttäter festgenommen, die schwedische Fans durch Steinwürfe schwer verletzt hatten.

Der 17-malige jugoslawische Meister Partizan absolvierte am Wochenende beim Saisonstart in die Liga mit dem 5:1 (3:1) gegen Hajduk Kula eine gelungene Generalprobe für die Spiele gegen Bayern. "Bayern ist der große Favorit, das heißt aber nicht, dass wir uns schon ergeben haben", kündigte Trainer Ljubisa Tumbakovic selbstbewusst an.

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