Ohne Unruhen
Arbeitsverbot für Farmer in Simbabwe in Kraft getreten

Das Arbeitsverbot für die weißen Farmer in Simbabwe ist am Dienstag ohne bekannt gewordene Zwischenfälle in Kraft getreten.

dpa HARARE. "Im ganzen Land ist es ziemlich ruhig geblieben", sagte die Sprecherin der Farmer-Gewerkschaft CFU, Jenni Williams, in der Haupstadt Harare. Lediglich im Distrikt Bindura, rund 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Harare, wurde ein Farmer von militanten Anhängern der Regierungspartei gezwungen, seine Zitronenernte zu beenden. Er war allerdings nicht von der neuen Bestimmung betroffen.

Beobachter sprachen von einer Atmosphäre aus Konfusion und gespannter Erwartung. Viele Farmer hatten angekündigt, sich der Anordnung zu widersetzen, da sonst vielerorts das Vieh elend verhungern würde. Um Mitternacht war eine 45-tägige Frist abgelaufen, in der 2900 weiße Farmer ihre Tätigkeit auf ihren enteigneten Feldern und Höfen einstellen mussten. Bei Zuwiderhandlung drohen ihnen mehrjährige Haftstrafen. Sie haben weitere 45 Tage Zeit, ihre Grundstücke zu verlassen. Die Farmer stellen etwa 60 % der Mitglieder dar, die die CFU vor dem Beginn der chaotisch und oft gewalttätig durchgeführten Landreform Mugabes zählte. Simbabwe wird zur Zeit von einer der schlimmsten Dürrekatastrophen der vergangenen Jahre geplagt.

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