Oktober-Konjunkturbericht
Bankenverband: Konjunkturabschwächung möglich

Für eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums noch in diesem Jahr gibt es offenbar keine Hoffnung mehr. Die jüngsten positiven Meldungen über Auftragseingang und Industrieproduktion sind nach Ansicht des Bundesverbands deutscher Banken keine Anzeichen einer Wende zum Besseren.

ddp BERLIN. Die konjunkturellen Frühindikatoren und die Stimmung signalisierten "ganz im Gegenteil eine erneute Konjunkturabschwächung", stellte der Verband am Montag in Berlin fest. Es gebe keinen Anlass zu Optimismus.

Das ungünstige weltwirtschaftliche Umfeld und die geopolitischen Risiken dämpften die Ausgabebereitschaft von Konsumenten und Investoren nachhaltig, heißt es im Oktober-Konjunkturbericht des Verbandes. Die Restrukturierungen in vielen deutschen Unternehmen mit zum Teil erheblichen Arbeitsplatzverlusten hätten auf die Konsumneigung einen ebenso bremsenden Einfluss wie anhaltende Kursverluste an den Aktienmärkten und Berichte über eine vermeintliche Bankenkrise.

Herbe Kritik äußern die privaten Banken an der Regierungspolitik. Die Hoffnungen auf eindeutige Reformsignale und Wachstumsimpulse seien enttäuscht worden. Anstatt mit Reformen und Ausgabensenkungen die Haushaltskonsolidierung konsequent durchzuführen, bürde Rot-Grün Bürgern und Unternehmen weitere Belastungen auf. Gleichzeitig begebe sich die Bundesregierung mit ihrer Neuinterpretation des Stabilitäts- und Wachstumspakts auf einen schmalen Grat. Dies bedeute die Abkehr von einer langfristig orientierten Finanzpolitik und die Rückkehr zu einer kurzfristigen und kurzatmigen Konjunkturpolitik.

Gleichzeitig plädierte der Verband für eine Senkung der Geldmarktzinsen. Durch die günstige Preisentwicklung und das verhaltene Wirtschaftswachstum nahe der Stagnation verfüge die Europäischen Zentralbank (EZB) über Handlungsspielraum, äußert der Verband.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%