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Ole von Beust: Der alte Wilde

Er ist der Herausforderer des amtierenden Bürgermeisters und wird möglicherweise für ein spannendes Kopf-an Kopf-Rennen am Wahlabend sorgen.

DÜSSELDORF. Bei dieser Wahl ist Ole von Beust, der "Sunnyboy" der CDU, zum zweiten Mal Spitzenkandidat. Nach einer erfolglosen Bürgermeisterkandidatur 1997 strengt der selbständige Rechtsanwalt nun erneut einen Wechsel im Rathaus an.

Hamburg von "Filz" und Parteibuchwirtschaft zu befreien, hat er sich zum Ziel gesetzt. Dabei scheinen ihm alle Mittel recht zu sein, sei es auch eine Koalition mit der umstrittenen Schill-Partei. Dem Gründer und Spitzenkandidat Schill hat er für den Fall einer Zusammenarbeit schon einmal einen Senatssessel angeboten. Eventuell wird Schills Partei Rechtsstaatlicher Offensive zum Zünglein an der Waage.

Von Beust, der "junge Wilde", wie man ihn auch nennt, hat in der CDU mit besonderer Liberalität und Innovationsbereitschaft auf sich aufmerksam gemacht. Während der Spendenaffäre um Helmut Kohl hatte vor allem er personelle Konsequenzen gefordert. Dem konservativen Flügel der Partei opponierte er überdies mit der Befürwortung schwarz-grüner Koalitionen.

Der Jungen Union trat der gebürtige Hamburger 1971 noch während der Schulzeit bei. Nach dem Abitur sammelte er als Assistent bei der CDU-Bürgerschaftsfraktion Erfahrungen, später als Vorsitzender der CDU-Jugendorganisation und ab 1993 als Vorsitzender der CDU-Bürgerschaft.

Im Wahljahr 2001 will er die über vier Jahrzehnte währende Vorherrschaft der SPD brechen. Sollte es dieses Mal jedoch nicht klappen, werde er für eine dritte Kandidatur nicht mehr zur Verfügung stehen - behauptet er zumindest.

Angela Becher

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