Olympia
100 000: Freiwillige sehen Chance ihres Lebens

100 000 freiwilligen Helfer sind bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Peking im Einsatz. Mehr als eine Million Menschen hatten sich für die begehrten Plätze direkt in der Organisation der Sommerspiele beworben. Für viele ist es ein Sprungbrett in eien bessere Zukunft.

HB PEKING. "Das ist vielleicht die Chance meines Lebens", sagt Fu Xiaodan. Die 21-Jährige ist eine von 100 000 freiwilligen Helfern bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Peking. "Die Spiele sind das erste Mal in China, und ich kann ein Teil davon sein", sagt die Studentin. An ihren meist blauen T-Shirts gut erkennbar, sind die Freiwilligen gut eine Woche vor der Eröffnungsfeier der Spiele am 8. August schon überall in der 17-Millionen-Einwohner-Metropole zu sehen.

Fu Xiaodan arbeitet im Hauptquartier des Organisationskomitees BOCOG an der vierten Ringstraße Pekings. "Sportfunktionäre können bei uns Autos bestellen", erklärt die Studentin ihre Arbeit. Gemeinsam mit 60 anderen Freiwilligen ist sie für die Zuteilung der Wagen des Fuhrparks zuständig. Sie selbst studiert seit zwei Jahren Deutsch und kümmert sich um die Anrufe von deutschsprachigen Interessenten. "Im Moment ist es aber eher langweilig. Das Telefon klingelt kaum." Mit Beginn der Spiele ändere sich das bestimmt, ist sie sich sicher.

Im einige Kilometer entfernten Swissotel ist Feng Xujun als Freiwillige im Einsatz. "Wir arbeiten als Dolmetscher an der Hotelauskunft", sagt die 20-Jährige. Die Deutschstudentin hilft dabei unter anderem Journalisten von ARD und ZDF, die in dem Hotel wohnen. Zwölf Stunden dauert ihre Schicht. Eine Stunde muss sie zudem jeden Morgen und Abend mit der U-Bahn zu Arbeit fahren. Dank ihrer Freiwilligenkarte ist dies jedoch kostenlos. "Meist fragen uns die Leute nach dem Weg", sagt die Studentin. Auch an den Sicherheitskontrollen im Hotel muss sie oft übersetzten. "Die Polizisten können nur Chinesisch und dann helfen wir." Doch nicht nur Chinesen haben sich als freiwillige Helfer für die Spiele gemeldet. Auch Ausländer wie die US-Amerikanerin Lindsey Toler beteiligen sich an der ehrenamtlichen Arbeit. "Ich bin gekommen, um mehr über China zu erfahren", sagt die Journalismusstudentin. Über ihre Universität im US-Bundesstaat Missouri hatte sie von dem Freiwilligenprogramm erfahren. 60 Studierende von ihrer Universität nahmen daraufhin teil und sind seit Anfang Juli in Peking. Zwei Monate werden sie bleiben.

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