Olympia Doping
Bach: "Es gibt weiteren Dopingfall"

IOC-Vize-Präsident Thomas Bach hat erklärt, dass es bei den Olympischen Spielen einen weiteren Dopingfall gibt. Er nannte keine Namen und auch nicht die betreffende Sportart.

IOC-Vize-Präsident Thomas Bach hat am Samstag im Deutschen Haus erklärt, dass es bei den Olympischen Spielen in Peking einen weiteren Dopingfall gibt. Er nannte allerdings keine Namen und auch nicht die betreffende Sportart. Laut Bach trete die Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees noch am Samstag zusammen, um über mögliche Sanktionen zu beraten. Inklusive der Dopingfälle im Reiten gab es bislang neun positive Fälle.

Die vorgesehene Zahl von 4 500 Dopingkontrollen wird in Peking deutlich übertroffen. Bereits bis Donnerstag habe das IOC 4 620 Tests vornehmen lassen, sagte Bach. Bis zum Ende der Spiele am Sonntag würden es laut Bach 5 000 Kontrollen werden. Alle Proben der Spiele werden für acht Jahre eingefroren.

Die Erhöhung um mehr als zehn Prozent begründete Bach mit mehr Zielkontrollen. Von den bisher 4 620 Tests waren 3 681 Urin- und 939 Bluttests. Es ist das engmaschigste Dopingkontrollsystem der Olympia-Geschichte. 2004 in Athen waren 3 700 Kontrollen vorgenommen worden. Es wurden 28 Doper überführt. 2000 in Sydney mit 3 200 Kontrollen gab es 14 positive Fälle.

Das Einfrieren der Proben, um sie bei neuen Erkenntnissen nachkontrollieren zu können, sei eine Lehre aus Sydney mit den späten Geständnissen von "Sprint-Königin"' Marion Jones (dreimal Gold, zweimal Bronze) und 400m-Sprinter Antonio Pettigrew, der mit seinen Kollegen das 4x400m-Gold wieder abgeben musste.

"In Sydney war der Abstand zwischen Dopern und Dopingjägern sicher so groß wie sonst nie", meinte Bach. Die Situation habe sich seitdem deutlich zugunsten der Fahnder verschoben.

© SID

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