Olympia Doping
Olympia-Ausschluss wegen Dopings besiegelt

Die neue Doping-Regel des IOC steht felsenfest. "Wir bleiben dabei", so Präsident Jacques Rogge. Damit droht erwischten Athleten ein Ausschluss für zukünftige Olympische Spiele.

Der ab Vancouver 2010 vorgesehene Ausschluss von Athleten für die nächsten Olympischen Spiele, wenn sie im Vorfeld mindestens sechs Monate wegen Dopings gesperrt waren, steht. "Wir werden die Entscheidung der Exekutive nicht mehr kippen. Wir bleiben dabei", sagte IOC-Präsident Jacques Rogge bei der 120. Session in Peking.

Zuvor hatte sein Vize Thomas Bach als Chef der Juristischen Kommission betont, die Regel stehe auf rechtlich sicheren Füßen. "Es ist keine zusätzliche Sanktion, sondern wir behalten uns als IOC wie in unserer Charta beschrieben das Recht vor, wen wir für Olympia akkreditieren und wen nicht."

Dagegen äußerte der frühere Wada-Präsident Richard Pound Bedenken: "Ich befürchte, die Bestimmung entspricht nicht dem Wada-Code. Wenn ein Anwalt die richtigen Fragen stellt, könnten wir Probleme bekommen", meinte der Kanadier, wie Bach selbst Jurist. Zugleich betonte Pound, moralisch voll hinter der Regel zu stehen, seine Bedenken seien rein juristischer Natur.

Schon jetzt droht der Ausschluss für 2012

Schon wer in Peking erwischt wird, muss damit rechnen, 2012 in London nicht starten zu dürfen. Ursprünglich sollte die Regel erst nach Olympia in Kraft treten. Ertappte Wintersportler dürften nicht nach Vancouver.

Auf nationaler Ebene ist so ein Vorgehen juristisch bestätigt worden. So lehnte das höchste britische Gericht eine Einstweilige Verfügung für Sprinter Dwain Chambers nach seiner Nicht-Nominierung wegen seiner Dopingvergangenheit durch das britische NOK ab. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) hat eine ähnliche Klausel.

Zwei Tests pro Tag sind möglich

Bach sagte zudem, in Peking sei es rechtlich abgesichert möglich, Athleten auch zweimal pro Tag zu testen. Außerdem stellte die Juristische Kommission im Bericht an die 110 IOC-Mitglieder fest, dass DNA-Tests zur Klärung des Abgleichs von Dopingproben aus ihrer Sicht dem Wada-Code entsprechen.

So waren jüngst schon sieben russische Leichtathletinnen suspendiert worden, weil die DNA-Tests von verschiedenen Dopingproben nicht übereinstimmten. Sie werden der Probenmanipulation verdächtigt.

© SID

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