Olympia eine Jobmaschine wie das 3er-BMW-Werk
Drei Milliarden Extra-Wertschöpfung durch Olympia

Die Wirtschaftsregionen Leipzig und Rostock können bei einem Zuschlag für die Olympischen Spiele 2012 mit einer zusätzlichen Wertschöpfung von etwa drei Mrd. ? rechnen. Das ergaben Wirtschaftsgutachten, die am Donnerstag in Rostock vorgestellt wurden.

HB/dpa ROSTOCK. In Leipzig würde danach 7800 und in Rostock 1000 Arbeitsplätze für einen Zeitraum über zehn Jahre geschaffen. "Olympia kann ein gigantisches Wirtschaftsförderprogramm sein", sagte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rostock, Rolf Paarmann. Leipzigs IHK-Olympiabeauftragter Friedhelm Wachs ergänzte: "Für uns ist Olympia eine Jobmaschine wie das 3er-BMW - Werk."

Leipzig rechnet mit einer "rein olympiabedingten" Wertschöpfung von 2,5 Mrd. ?. In Rostock könnten die Unternehmen laut der Studie der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) durch die Olympischen Segelwettbewerbe von einer zusätzlichen Wertschöpfung von 558 Mill. ? ausgehen. Darin sind die Ausgaben der geschätzten 247 000 Besucher enthalten. Schon bis 2005 werden aber unabhängig von der endgültigen Entscheidung Investitionen in Rostock von 356 Mill. ? wirksam, die eine Wertschöpfung von 213 Mill. ? auslösen. Die Differenz ergibt sich daraus, dass ein Teil des Geldes auch an Unternehmen in die alten Bundesländer fließt.

In Leipzig rechnet man mit rund 1,1 Mill. Besuchern. Allein der Hotellerie und Gastronomie im Raum Leipzig würde Olympia eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von 836 Mill. ? bescheren. "Leipzig und Rostock müssen die Welt überzeugen, dass sie ein Großereignis wie die Olympischen Spiele stemmen können", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD). "Wir investieren in den eigenen guten Namen und damit in die Zukunft." Die Gutachten wurden anlässlich eines Treffen von 150 Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik der Regionen Leipzig und Rostock präsentiert.

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