Olympia-Eröffnungsfeier
ARD will Unabhängigkeit vom Staatsfernsehen

Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender ARD, der die Eröffnungsfeier der olympischen Sommerspiele in Peking übertragen wird, reist mit deutschen Übertragungsteams an. Aus Angst vor Zensur setzt der Sender auf eigene Ausrüstung und Personal.

HB HAMBURG. Die ARD wird bei der Übertragung der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking voraussichtlich auch eigene Kameras im Stadion haben. "Wir gehen davon aus, dass wir eigene Kameras im Stadion haben werden, mit denen wir aufnehmen werden, was wir wollen. In dem Moment, wo etwas Außergewöhnliches passiert, könnten wir das Weltbild ergänzen. Zumindest dann, wenn etwas da passiert, wo unsere Kameras sind", sagte der Olympia-Teamchef von ARD und ZDF, Walter Johannsen, dem "Spiegel" nach einem Vorabbericht vom Samstag.

Zum Stand der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele sagte er dem Blatt zufolge: "Es gibt jede Menge Probleme. Die Kollegen der Technik führen vor Ort einen beinahe heldenhaften Kampf gegen Windmühlen der chinesischen Bürokratie. Sie werden immer wieder damit konfrontiert, dass sie mit der Behörde A eine Lösung erarbeitet haben, doch dann wird die Behörde A aus irgendwelchen für uns nicht nachvollziehbaren Gründen von der Aufgabe entbunden, und dann kommt die Behörde B, und die hat dann Beschäftigungsnot und ganz andere Ideen. Und dann fängt man wieder von vorne an." Die Chinesen seien "in gewisser Weise überfordert".

Das chinesische Staatsfernsehen hatte aus der Übertragung der Entzündung des olympischen Feuers im März im griechischen Olympia auf Archivmaterial weggeschaltet, als Demonstranten gegen die Tibet-Politik Chinas ins Bild kamen.

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