Olympia hat für viele Starter Stellenwert eines fünften Grand Slam-Turniers
Tennis-Diva feiert mit 47 Olympia-Premiere

Wenn die Tennis-Wettbewerbe dieses Jahr an ihren olympischen Ursprung zurückkehren, kann man beinahe von einem Grand Slam-Turnier sprechen. Denn fast alles, was sich einen Namen auf dem Center Court gemacht hat, ist in Athen vertreten.

HB DÜSSELDORF. Zwar fehlt Weltmeisterin Kim Clijsters aus Belgien wegen eines kleinlichen Streits um ihren Ausrüster genauso wie ihr Verlobter Lleyton Hewitt (Australien) und der Olympiasieger von 1996, Andre Agassi (USA), doch Stars wie die Weltranglisten-Ersten Roger Federer (Schweiz) und Justine Henin-Hardenne (Belgien) wollen sich eine vielleicht einmalige Gelegenheit auf Olympia-Gold nicht entgehen lassen.

"Ich liebe es, für mein Land zu spielen, deshalb haben die Spiele für mich oberste Priorität", sagte Federer. Justine Henin-Hardenne, die trotz langer Krankheit gemeinsam mit den Williams-Schwestern eine der Top-Favoritinnen für das Damen-Einzel ist, erklärte: "Für mich ist Olympia das fünfte Grand-Slam-Turnier in diesem Jahr." Und Martina Navratilova feiert im Alter von 47 Jahren gar ihr Olympia-Debüt. Die Tennis-Legende aus den USA tritt zum Abschluss ihrer großen Karriere mit Lisa Raymond im Doppel an.

Für die deutschen Tennis-Asse war Olympia schon bei den ersten Spielen der Moderne 1896 in Athen ein gutes Pflaster. Damals gewann der Hamburger Friedrich Traun mit dem Briten John Boland Gold im Doppel. Olympiasiege schafften später auch Dora König/Heinrich Schomburgk im Mixed (1912) und nach der Wiederaufnahme ins olympische Programm Steffi Graf 1988 und das Doppel Boris Becker/Michael Stich (1992).

Vor vier Jahren gewann Thomas Haas Silber und schlug dabei im Halbfinale Roger Federer. In Athen ist Federer Favorit, wenngleich auch US-Open-Sieger Andy Roddick zu beachten ist, denn im Olympia-Komplex wird auf dem gleichen Belag und mit den gleichen Bällen gespielt wie in Flushing Meadows. Haas wird nach 15-monatiger Verletzungspause wohl nicht an sein Ergebnis von Sydney anknüpfen können. Große deutsche Hoffnung ist Rainer Schüttler, der zusammen mit Nicolas Kiefer auch im Doppel antreten soll.

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