Olympia Sportpolitik
London bereits im Olympia-Fieber

Noch sind es vier Jahre, doch bereits jetzt ist der nächste Gastgeber der Sommerspiele im Olympia-Fieber. 2012 sollen die Spiele auf kleinerer Flamme brennen.

Nach den extravaganten Sommerspielen im alten Kaiserreich China soll Olympia 2012 im Vereinigten Königreich wieder auf kleinerer Flamme brennen. Die Briten setzen in London in erster Linie auf die Nachhaltigkeit des Olympiaparks und wollen zudem ihre bereits beachtliche Medaillenausbeute von Peking weiter steigern. Selbst die Königin ist schon im Ringe-Fieber.

"Die goldenen Triumphe", ließ Queen Elizabeth II verlauten, "können nur weitere Inspiration für die sein, die für die Spiele in London trainieren und diese zu einem leuchtenden Beispiel olympischer Geschichte machen werden." Den Erfolg ihrer Untertanen, die in Peking 47-mal Edelmetall holten, habe sie mit Interesse und Bewunderung verfolgt.

Vergleich mit Peking wird nicht gesucht

Den Vergleich mit Peking wird man sicherlich nicht suchen. "Es gibt Dinge, die London nicht überbieten kann. Die riesige Zahl von Volunteers zum Beispiel. "Wo sollen die herkommen?", sagte IOC-Präsident Jacques Rogge: "Aber London wird die Spiele weiterentwickeln. Ich bin überzeugt, sie werden eindrucksvoll."

Ein Großteil des Budgets soll in die Nutzung des Olympiageländes nach den Spielen fließen. Nach Angabe der Organisatoren wird das Land gesäubert, werden Überlandstromleitungen vergraben sowie Straßen- und Schienennetz weiter ausgebaut. Nach den Spielen soll das Gelände zum größten Stadtpark werden, der in den vergangenen 150 Jahren angelegt wurde.

Das Olympiastadion soll nach den Spielen von 80 000 auf 25 000 Sitzplätze zurückgebaut werden. Ein in der Olympia-Geschichte bisher einmaliges Vorhaben. Die Fußballklubs Leyton Orient und West Ham United sowie ein Rugby-Verein haben bereits Interesse an der Sportstätte bekundet.

Budget rasant gestiegen

Die komplexen Planungen für die Sportstätten und Bauwerke lassen jedoch mittlerweile die Kosten regelrecht explodieren. Das ursprünglich geplante Budget von 4,25 Mrd. Euro ist bereits auf 11,7 Mrd. gestiegen. Allein die Kosten für die Sicherheit dürften in der Metropole, bei der im Juli 2005 bei einem Anschlag islamischer Extremisten 52 Menschen in der U-Bahn starben, immens sein.

Aller Ärger im Vorfeld soll schließlich durch große Leistungen der britischen Sportler wieder wettgemacht werden. In den vergangenen vier Jahren flossen 330 Mill. Euro in den Spitzensport, wobei unklar ist, was oder wer genau dadurch gefördert wurde.

Deutlich ist dagegen der Aufschwung der Sportler. In Peking holte man die meisten Medaillen seit 100 Jahren. Die Marke von 1908 wird man in London sicherlich nicht knacken, damals holte man 56-mal Gold, doch selbst auf der Insel ist man schon über die Erfolge von 2008 erstaunt.

© SID

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