Olympia-Tagebuch
Ab in die Mensa

Was machen die Sportler eigentlich so bei Olympia? Klar, der Phelps schwimmt einen Weltrekord nach dem anderen, der Steiner stemmt 461 Kilo und der Bolt flitzt 100 Meter in 9,69 Sekunden. Aber in ihrer Freizeit, nach den Wettkämpfen und wenn alles vorbei ist - wo stecken dann die Olympioniken?
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In der Mensa. Richtig, in der Kantine des Olympischen Dorfs. "Das ist der beste Platz", erzählt der deutsche Trampolinspringer Henrik Stehlig. "Da treffen sich einfach alle, da ist die Stimmung locker und das Essen gut." In dem riesigen Speisesaal können 6 000 Leute gleichzeitig essen. "Das ist ein echtes olympisches Erlebnis."

Schon Star-Basketballer und Fahnenträger Dirk Nowitzki hatte bei Pressekonferenzen immer wieder von der Mensa angefangen, wenn er über das Leben im Olympischen Dorf gefragt wurde. Er habe sich hier gleich pudelwohl gefühlt, sagte der Sportler. "Ich würde hier am liebsten fünf Stunden lang sitzen bleiben und einfach nur zusehen, wer raus- und reingeht."

Vor allem jetzt, gegen Ende der Spiele, steigt die Stimmung im "Lager", wie viele Sportler das Olympische Dorf nennen. "Der Druck ist weg, und alle werden lockerer", sagt Stehlig. Der Student aus Salzgitter hatte knapp den Einzug ins Trampolinfinale verpasst und ärgert sich noch immer über die umstrittene Entscheidung der Punktrichter. Aber in der Mensa - da kann er so etwas vergessen.

Der Trampolinspringer stöberte gestern mit Teamkollegin Anna Dogonadze durch das Angebot des großen Souvenir-Shops im Dorf. Wer keine Medaille heimbringt, will wenigstens ein Souvenir aus Peking ins Gepäck stecken. Doch die beste Erinnerung an die Spiele bleibt wohl die Mensa.

Partys? Nein, bislang habe man sich zu sehr auf die Wettkämpfe konzentrieren müssen. Aber Schwimmen ist vorbei, Steiner hat Gold und es sind nur noch drei Tage bis zur Schlussfeier. Also, ab in die Mensa. Die hat schließlich 24 Stunden geöffnet.

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