Olympia
Turn-Kampfrichter setzen auf Videobeweis

Mit einer Premiere beginnen am Samstag die olympischen Kunstturn-Wettbewerbe. Erstmals steht auch in Peking bei den Gerätartisten der Videobeweis zur Verfügung. Bei internationalen Meisterschaften wird diese Neuerung bereits seit drei Jahren praktiziert.

Diese grundlegende Reform ist eine Reaktion des Weltverbandes FIG auf einen verhängnisvollen Fehler eines Kampfrichters. Der Juror hatte dem Südkoreaner Yang Tae-Young bei den Spielen von Athen 2004 bei dessen Barrenübung irrtümlich einen Zehntelpunkt zuviel abgezogen. Folge dieses Lapsus war, dass der Asiate im Mehrkampf nicht Olympiasieger wurde, sondern nur die Bronzemedaille gewann.

Sollte sich ein ähnlicher Fall in der chinesischen Hauptstadt wiederholen, kann der betroffene Athlet noch während des Wettkampfs einen Protest anmelden, über den nach dem Studium der Videobilder entschieden wird. Eine "Bearbeitungsgebühr" in Höhe von 500 Dollar fließt im Erfolgsfall zurück an den Sportler, ansonsten wird sie für Förderprojekte der FIG verwendet.

Analog zum Eiskunstlauf

Mit einem ähnlichen Kontrollsystem hat der Weltverband ISU die Zahl der Fehlentscheidungen im Eiskunstlauf bereits drastisch reduziert. Dort steht der Videobeweis bereits seit 2003 zur Verfügung.

© SID

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