Olympia, zweiter Entscheidungstag
Staffel schwimmt an Medaille vorbei

Der US-Amerikanische Ausnahmeathlet Michael Phelps seine Stellung als Top-Favorit unterstrichen und in Weltrekordzeit Gold über 400 Meter holte. Bei der vier Mal 100 Meter Staffel der Frauen präsentierte sich das deutsche Team stark - am Ende jedoch nicht stark genug.

US-Superstar Michael Phelps hat in der ersten Entscheidung der olympischen Schwimm-Wettbewerbe von Peking mit einem Weltrekord seine insgesamt siebte Goldmedaille gewonnen. Nach sechs Triumphen in Athen schlug der 23-Jährige im Finale über 400m Lagen nach 4:03,84 Minuten an und verbesserte damit seine eigene Bestmarke vom 29. Juni dieses Jahres in Omaha um 1,41 Sekunden. Für die deutsche Frauenstaffel sprang über 4x100-m-Freistil nach einem starken Start am Ende ein guter fünfter Platz heraus.

Silber ging an den Ungarn Laszlo Cseh, der seinen eigenen Europarekord auf 4:06,16 Minuten schraubte. Bronze holte sich Ryan Lochte aus den USA in 4:08,09. Deutsche Teilnehmer waren nicht am Start.

Michael Phelps tritt in Peking achtmal an und will als erster Schwimmer überhaupt achtmal Gold bei einer olympischen Veranstaltung gewinnen. Sollte der US-Schwimmer in der chinesischen Metropole viermal Gold gewinnen, wäre er der erfolgreichste Olympia-Teilnehmer aller Zeiten.

Phelps bekam bei seinem ersten Finale prominente Unterstützung. US-Präsident George W. Bush verfolgte mit seiner Frau Laura sowie seinem Vater im Aquatic Center den Endlauf über 400m Lagen. Bush, der etwa zehn Minuten vor dem Start die Halle betrat, fieberte mit einer Fahne in der Hand auf der Tribüne mit. "Nach dem Rennen habe ich gesehen, wie der Präsident mit der Fahne geschwenkt und mir den Daumen nach oben gezeigt hat. Das war ein großer und bewegender Moment", schwärmte Phelps. Über seine Paradestrecke ist er aber wohl zum letzten Mal angetreten: "Ich habe meinem Coach gesagt, dass ich über diese Distanz nicht mehr schwimmen mag."

Das 4x100-m-Freistil-Quartett der Frauen um Britta Steffen hat die erste deutsche Medaille bei den Olympischen Spielen in Peking verpasst. Nach Platz zwei in den Vorläufen belegten die Berlinerin sowie ihre Kolleginnen Meike Freitag, Daniela Götz und Antje Buschschulte in 3:36,85 Minuten nur den fünften Platz. "Dieser Platz war in etwa realistisch. Trotzdem sind wir traurig, dass es nicht zu mehr gereicht hat", erklärte die 24-jährige Steffen, die in dieser Verfassung auch um eine Medaille bei ihrem Einzelstart zittern muss. "Britta hat die nötige Lockerheit gefehlt", sagte DSV-Sportdirektor Örjan Madsen über Steffen, die sich in den letzten Tagen konsequent abgeschottet hatte.

Seite 1:

Staffel schwimmt an Medaille vorbei

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%