Olympias Kehrseiten
Die Schattenseiten Athens

Aus Sicht aller Sportnationen hat Griechenland etwas grandioses auf die Beine gestellt. Sie haben es geschafft die Sportstätten für Olympia fertig zu stellen. Dabei bleibt es aber auch schon. Einsprachige Organisatoren und unsportliche Fans haben keine Sympathien geweckt.

HB ATHEN. Es kommt auf den Maßstab an. Gemessen an den Prognosen haben in Athen unerwartet großartige Spiele stattgefunden. Mit großen Anstrengungen in letzter Minute schaffte es das kleine Griechenland, der Welt des Sports eine angemessene Bühne zu bereiten. In der Reihe der modernen Spiele nimmt diese 28. Ausgabe jedoch keinen Rang ganz vorn ein. Zu selten vermochte das Olympische Feuer bei seiner Rückkehr nach Athen zu erwärmen.

Die magischen Momente blieben auf das Kugelstoßen in Olympia und die Marathonläufe beschränkt, deren traditioneller Verlauf in das erste Olympiastadion der Neuzeit mündete. Doch insgesamt hielten sich die Griechen bei ihren zweiten Heimspielen innerhalb von 108 Jahren eher zurück. Gefeiert wurden fast nur die eigenen Athleten, für zahlreiche Olympische Sportarten fehlen Interesse und Verständnis. Zudem warf der Sportbetrug tiefe Schatten. Die Dopingseuche grassiert weiter, ihre Ansteckungsgefahr kann durch das entschlossene Eingreifen des IOC im Hoheitsgebiet der eigenen Spiele kaum gemindert werden.

Der Terror hat einen großen Bogen um das Hochfest des Sports gemacht. Dass sich 202 Länder in krisenhafter Weltlage friedlich unter einem Dach vereinten, ist ein großer Wert an sich und wohl als größter Erfolg dieser ersten Sommerspiele seit dem Terror des 11. September 2001 zu bewerten. Mit 1,2 Milliarden Euro für die Sicherheit hat Griechenland allerdings einen Höchstpreis dafür bezahlen müssen. Das wirft drängender den je die Frage auf, ob Olympische Spiele bezahlbar bleiben.

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