Olympiasieg für Heidemann und Kleibrink
Goldener Tag für die deutschen Fechter

Riesenjubel im Lager der Fechter: Degenfechterin Britta Heidemann und Florett-Spezialist Benjamin Kleibrink haben die Gold-Medaillen Nummer fünf und sechs für das deutsche Olympia-Team errungen.

HB PEKING. Zwischen den historischen Goldmedaillen lagen gerade einmal 19 Minuten: Erst riss sich Benjamin Kleibrink die Maske vom Kopf und sprang in die Arme von Bundestrainer Uli Schreck. Kurz darauf schrie Britta Heidemann ihre Freude hinaus, verdrückte ein paar Freudetränen und fiel ihrem Bruder Gerrit um den Hals. Mit historischen Siegen erfüllten sich der 23 Jahre alte Florett-Fechter und die 25 Jahre alte Degen-Spezialistin ihren Traum von Gold in Peking.

Zunächst war Benjamin Kleibrink der Gold-Coup gelungen. Der 23-jährige Bonner besiegte am Mittwoch in Peking den Japaner Yuki Ota im Finale mit 15:9 Treffern und wurde damit der erste deutsche Florett-Olympiasieger überhaupt. Bronze sicherte sich der Italiener Salvatore Sanzo, der den Chinesen Zhu Jun im Gefecht um Platz drei mit 15:14 bezwang. Weltmeister Peter Joppich aus Koblenz war im Viertelfinale mit 12:15 an Ota gescheitert und belegte den fünften Platz.

Britta Heidemann wollte Kleibrink daraufhin in nichts nachstehen. 19 Minuten nach Kleibrink machte die überglückliche Weltranglistenerste den zweite Doppel-Olympiasieg in der deutschen Fecht-Geschichte nach Anja Fichtel mit dem Florett und Arnd Schmitt mit dem Degen in Seoul 1988 perfekt. Sie setzte sich im Finale gegen die Rumänin Ana Maria Branza mit 15:11 durch und wurde damit ebenfalls die erste deutsche Titelträgerin in dieser Waffengattung. Bronze ging an die Ungarin Ildiko Mincza-Nebald.

Für die beiden deutschen Athleten bedeutet der Triumph den größten Erfolg ihrer Karriere. „Es war bombig. Ich habe die Gegner echt weggefegt“, sagte der überglückliche Kleibrink und ergänzte: „Ich bin zu kaputt, um zu lachen.“ Heidemann war vor Freude ebenfalls kaum zu halten: „Das ist phantastisch. Ich habe es einfach durchgezogen. Olympiagold ist der Traum eines jeden Sportlers.“

Anders als für Sportstudent Kleibrink bildete der Triumph für Heidemann zusätzlich noch den Höhepunkt ihrer „chinesischen Affäre“. In den vergangenen Wochen habe sie viele Stimmungsschwankungen erlebt, erzählte die Weltmeisterin, die in Athen 2004 bereits mit dem Team die Silbermedaille gewonnen hatte.

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