Olympische Spiele
Peking will Verkehrschaos Herr werden

Wenn die Olympischen Spiele in Peking laufen, soll auch der sonst oft im Chaos versinkende Straßenverkehr in der 15,7-Millionen-Einwohner-Metropole rollen. Sicherstellen wollen die Olympia-Gastgeber dies mit einem Fahrverbot für rund 1,5 Mill. Fahrzeuge, die traditionelle "Olympic Lane", die dem Olympia-Verkehr vorbehalten ist, und 50 000 Mietfahrrädern für Olympia-Touristen.

Rund 3,3 Mill. Fahrzeuge gibt es in Peking derzeit, von denen während der Spiele (8. bis 24. August) sowie der Paralympics (6. bis 17. September) die Hälfte täglich aus dem Verkehr gezogen werden. Ab 20. Juli bis zum 20. September dürfen Autos mit geraden und ungeraden Nummern alternierend nur jeden zweiten Tag fahren, selbst 70 Prozent der Regierungsfahrzeuge sind laut offiziellen Angaben betroffen. Die Maßnahmen dient eigentlich der Verbesserung der Luftqualität, doch die viel größere Wirkung wird sie wohl für den Verkehrsfluss haben.

Olympic Lane 63 Tage lang offen

Die 264 km lange Olympic Lane ist von Ende Juli bis Ende September 63 Tage lang eingerichtet. Auf ihr dürfen nur Fahrzeuge für Athleten, Offizielle und Journalisten unterwegs sein. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 60 Stundenkilometer.

Der Eröffnungstermin am 25. Juli liegt zwei Tage vor der Eröffnung des Olympischen Dorfes. Geschlossen wird die Sonderspur am 25. September, acht Tage nach der Schlussfeier der Paralympics. Die Olympic Lane wird über Pekings zweiten, vierten und fünften Ring führen sowie bis zur Chinesischen Mauer, hinaus zum Flughafen und nach Chengde, einem Erholungsressort in der Hebei-Provinz.

Das Organisationskomitee stellt den Athleten und Offiziellen mit insgesamt 3 200 Autos und 1 660 Bussen einen riesigen Fuhrpark zur Verfügung. Rund 12 000 Fahrer sollen einen optimalen Transport gewährleisten. Zwei Drittel der Fahrer sind freiwillige Helfer aus dem Gastgeberland.

Drei neue U-Bahn-Linien in Betrieb

Im Vorfeld wurden drei neue U-Bahn-Linien in Betrieb genommen, die ebenfalls für Entlastung sorgen. Alleine die neue Linie fünf soll laut offiziellen Angaben den Straßenverkehr um 30 Prozent reduziert haben, was aber angesichts des anhaltend gewaltigen Verkehrsstroms bezweifelt werden darf. Zusätzlich werden die Parkgebühren in Peking erhöht. Dies soll die Bevölkerung verstärkt in die öffentlichen Verkehrsmittel treiben.

Dazu gibt es in Peking neun Mill. Fahrräder. Für Touristen sollen im August und September weitere 50 000 zur Miete bereitgestellt werden. 230 Mietstationen sind an den olympischen Sportstätten, Hotels, Einkaufszentren und weiteren Stellen in der Metropole geplant. Die Leihgebühr beträgt laut staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua umgerechnet 1,95 Euro pro Tag bei einem Pfand von gut 40 Euro.

© SID

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