Olympisches Frauenfußballturnier
Fußball-Frauen halten Gold-Traum am Leben

Nach einer Zusatzschicht haben die deutschen Fußball-Frauen zum dritten Mal in Serie das Olympia-Halbfinale erreicht und ihren Gold-Traum in Peking am Leben erhalten. Beim 2:0-Viertelfinalsieg gegen Schweden erlösten Kerstin Garefrekes (104.) und Simone Laudehr (115.) den Weltmeister am Freitag aber erst in der Verlängerung.

HB SHENYANG. Vor 17 209 Zuschauern im Wulihe-Stadion von Shenyang hatte es nach 90 Minuten 0:0 gestanden. In der Vorschlussrunde kommt es nun am Montag (12.00 Uhr) in Shanghai zu einer erneuten Neuauflage des WM-Endspiels von 2007 gegen Brasilien.

Bereits beim torlosen Remis in der Vorrunde hatte die deutsche Mannschaft mit dem Vize-Weltmeister die Klingen gekreuzt. Die Kickerinnen vom Zuckerhut setzten sich gegen Norwegen dank der Tore von Daniela (44.) und Marta (57.) bei einem Gegentreffer von Sidi Nordby (83./Foulelfmeter) mit 2:1 durch. Das zweite Halbfinale bestreiten die USA und Japan.

Schon in der Nachspielzeit der regulären 90 Minuten hatte der deutsche Sieg in der Luft gelegen, als Melanie Behringer mit einem fulminanten Schuss nur den Pfosten traf. Kurz zuvor war die Mittelfeldspielerin vom FC Bayern München an Schwedens Torfrau Hedvig Lindahl gescheitert. In der kampfbetonten Partie wirkte die gewohnt engagiert zu Werke gehende deutsche Mannschaft nach den dürftigen Darbietungen in der Vorrunde spielerisch leicht verbessert, auch wenn längst nicht alles rund lief. Bereits in der Anfangsphase vergab Anja Mittag, die nach ihrem Siegtor gegen Nordkorea für Sandra Smisek in die Startformation rückte, zwei gute Gelegenheiten.

Die optische Überlegenheit drückte sich auch in einem klaren Chancenplus aus, nur die Ausbeute stimmte nicht. Linda Bresonik (8.), die nach 70 Minuten mit einer Bänderverletzung ausschied, traf mit einem Schuss aus 25 Metern den Außenpfosten. Birgit Prinz (18.) wurde im Strafraum in letzter Sekunde geblockt. Die "Fußballerin des Jahres" vom deutschen Meister 1. FFC Frankfurt vergab in der 34. Minute die größte Möglichkeit, als sie nach einem weiten Schlag aus der Abwehr Lindahl umkurvte, den Ball aber aus spitzem Winkel am leeren Gehäuse vorbei schoss.

Nach der Pause ließen die DFB-Frauen den Schwung und die klare Linie aus der ersten Halbzeit vermissen. Schweden nahm nun das Heft in die Hand und kam zu ersten Möglichkeiten. Auf der Gegenseite sorgte lediglich Prinz mit zwei Sololäufen (63./73.) für Gefahr. In der Schlussphase musste Angerer bei einem Heber von Anna Paulson (82.) ihre ganze Klasse beweisen. Die 29-Jährige, die im Turnier nunmehr 390 Minuten ungeschlagen ist und damit den olympischen Rekord in ihren Besitz brachte, war in der Verlängerung auch bei einem Schuss von Jessica Landström auf dem Posten.

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