Omar macht mit Säbelrasseln weiter
Taliban-Führer warnt Afghanen vor Unterstützung für USA

Der Anführer der in Afghanistan regierenden radikal-islamischen Taliban, Mullah Mohammad Omar, hat am Donnerstag die Afghanen vor einer Unterstützung eines US-Angriffs auf das Land gewarnt.

Reuters ISLAMABAD. "Die Afghanen, die in Afghanistan mit Hilfe der US-Truppen die Macht übernehmen wollen, sind dieselben, die mit Hilfe der russischen Truppen in das Land gekommen sind", zitierte die afghanische Nachrichtenagentur AIP Omar. Wer die USA unterstütze, den werde dasselbe Schicksal ereilen wie die Kollaborateure mit den Sowjets bei deren Einmarsch 1979. Im Norden kämpft die oppositionelle Nordallianz gegen die Taliban.

Die USA haben die Auslieferung des Islamisten Osama bin Laden verlangt, den sie für den Hauptverdächtigen für die Anschläge in New York und Washington am 11. September halten. Die Taliban haben dies abgelehnt. Die USA haben sich im Kampf gegen den Terrorismus einen Militärschlag gegen Afghanistan vorbehalten.

"Im Falle einer Invasion in Afghanistan wird kein Unterschied gemacht zwischen Amerika und Russland", sagte Omar. Diejenigen Afghanen, die von den USA ins Land gebracht worden seien, würden behandelt wie diejenigen, die die Kommunisten nach Afghanistan gebracht hätten. Die Sowjetunion hatte nach ihrem Einmarsch Präsident Nadschibullah eingesetzt. Als die Taliban die Hauptstadt Kabul eroberten, verstümmelten und erhängten sie Nadschibullah. Die Einnahme Kabuls jährt sich an diesem Donnerstag zum fünften Mal.

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