OMV sieht nach Rekordjahr schwierigeren Markt
Energiekonzern mit Rekordergebnis

Der Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV AG hat im Jahr 2001 das erwartete Rekordergebnis eingefahren, sieht aber schwierigere Rahmenbedingungen für das laufende Geschäftjahr.

Reuters WIEN. Durch Wachstum aus eigener Kraft werde man zwar 2002 kein neuerliches Rekordergebnis, aber ein respektables Ergebnis erreichen, wird OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer in der Aussendung am Donnerstag zitiert. Am mittelfristigen Ziel, in fünf bis sieben Jahren auf die doppelte Größe zu wachsen, halte die OMV fest.

Bei einem auf 7,736 (7,454) gestiegenen Umsatz exklusive Mineralölsteuer sei ein Betriebserfolg (EBIT) von 610 (490,5) Millionen Euro erzielt worden, hatte die OMV mitgeteilt. Das EBIT vor Sondereffekten wurde mit 702 (667) Millionen Euro angegeben. Das Ergebnis vor Steuern wurde mit 570 (452,7) Millionen Euro und der Jahresüberschuss mit 382 (323) Millionen Euro genannt. Für 2001 wird OMV die Ausschüttung einer unveränderten Dividende in Höhe von 4,3 Euro je Aktie vorschlagen.

OMV notierten an der Wiener Börse zuletzt mit 100,01 (101,50) Euro deutlich tiefer. Seit Jahresbeginn liegt die OMV jedoch 6,3 Prozent im Plus.

Analysten hatten im Vorfeld das Rekordergebnis erwartet, der Konsensus war aber für das EBIT bei 635 Millionen Euro gelegen.

2002 werde insofern schwieriger als man von niedrigeren Rohölpreisen und Raffineriemargen ausgehen müsse, an der positiven Entwicklung für OMV werde sich aber nichts ändern, heißt es in der Aussendung. In das Wachstum der nächsten Jahre investiere die OMV 2002 bis 2004 ingesamt 2,7 Milliarden Euro. 42 Prozent sollen die Expansion in den Kernbereich Exploration & Produktion (E&P), 38 Prozent in internationales Marketing sowie acht Prozent im Bereich Melamin investiert werden, so die OMV.

Die Raffinerien und Marketing erzielten 2001 eine Steigerung des EBIT um 182 Prozent auf 223,1 (79,2) Millionen Euro. OMV verfügt über 1160 Tankstellen in Zentraleuropa, davon 534 in Österreich.

Bei E&P sei das EBIT um 15 Prozent auf 273 (319,5) Millionen Euro gesunken. Zum einen sei der durchschnittliche Ölpreis auf 24,5 von 28,4 Dollar je Fass gesunken, zum anderen habe es höhere Explorationskosten gegeben. Beides konnte durch die Entwicklung des Dollar zum Euro nicht wettgemacht werden.

Im Gasgeschäft sei das EBIT auf 110,54 (104,97) Millionen Euro gestiegen und habe sich damit in einem Umfeld, das zunehmend dereguliert werde, gut behauptet. Für die Division Chemie und Kunststoffe gab die OMV das EBIT mit 48,74 (35,47) Millionen Euro an.

2001 habe OMV die Investitionen auf 452 (669) Millionen Euro zurückgenommen, der Cash Flow habe 786 (611) Millionen Euro betragen.

OMV gibt die Eigenkapitalquote per Ende 2001 mit 39 (34) Prozent. Das Gearing sei auf 17 (28) Prozent zurückgegangen.

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