Onkologie-Bereich verspricht Erfolg
Merck stellt Diabetes-Entwicklungsprojekte ein

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat im Zuge der Konzentration der Medikamentenerforschung auf die Krebstherapie die Entwicklungsprojekte zweier Diabetes-Produkte abgebrochen.

Reuters FRANKFURT/M. Durch die Restrukturierung des Pharmabereichs sowie anhängiger Rechtsstreitigkeiten rechnet Merck für 2003 mit Sonderbelastungen zwischen 100 und 200 Millionen Euro.

"Während der vergangenen Monate haben wir eine Menge guter Gründe gesehen, die uns beim Thema Onkologie zunehmend optimistisch stimmen. Gleichzeitig gab es Enttäuschungen bei Diabetes", sagte Konzernchef Bernhard Scheuble am Freitag laut einer Pressemitteilung. Die Entscheidung betreffe zum einen das Projekt EML 16336, ein Insulin-Mimetikum, das die Glukose-Aufnahme anrege. Darüber hinaus solle auch der Aldose-Reduktase-Inhibitor IDD 676 eingestellt werden. Beide Projekte befanden sich den Angaben zufolge im frühen klinischen Stadium. Ihre weitere Entwicklung sei nach der Auswertung von Zwischenergebnissen im ersten Quartal dieses Jahres gestoppt worden.

Damit besitzt Merck von ursprünglich vier nur noch ein Entwicklungsprojekt in der Diabetes-Forschung. Unlängst hatte Merck bereits mitgeteilt, die Entwicklung der Substanz EML 16257 eingestellt zu haben. Die entsprechenden Forschungskapazitäten in der Diabetes würden nun überprüft, sagte ein Sprecher. Diese sind bei Merck vor allem in Frankreich angesiedelt.

Für die Pharmarestrukturierung sowie Rechtsstreitigkeiten erwartet Merck nach eigenen Angaben Sondermaßnahmen von insgesamt 100 bis 200 Millionen Euro. Merck sei derzeit in laufende Rechtsstreitigkeiten innerhalb und außerhalb der USA einbezogen. Dazu gehöre ein Fall angeblich fehlerhafter Preisangaben einer US-Tochtergesellschaft in Zusammenhang mit dem Medicaid-Programm zur Gesundheitsfürsorge, das von der US-Regierung und den US-Bundesstaaten gefördert wird.

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