Online-Auftritt begeistert Beamtenbund noch nicht
Verwaltung startet einheitliches Internet-Portal www.bund.de

Nach jahrelanger Vorbereitung hat die Bundesregierung das Internet-Portal www.bund.de gestartet, das einen einheitlichen Zugang der Bürger zu Verwaltungsbehörden bieten soll. Optisch sei es "ziemlich langweilig", monierten Kritiker.

afp HANNOVER/BONN. Nach jahrelanger Vorbereitung hat die Bundesregierung das Internet-Portal www.bund.de gestartet, das einen einheitlichen Zugang der Bürger zu Verwaltungsbehörden bieten soll. Die Website bilde den Startschuss für das Projekt "Bund Online 2005", in dessen Rahmen bis 2005 alle internetfähigen Dienstleistungen des Bundes online bereit gestellt werden sollten, erklärte Innenminister Otto Schily (SPD) am Donnerstag in Hannover zum Auftakt der Computermesse Cebit.



Zu den Modellvorhaben zählt das umstrittene Angebot einer elektronischen Steuererklärung, das nach Datenschutz-Bedenken von Verbraucherschützern zunächst gesperrt worden war. Der Deutsche Beamtenbund reagierte zunächst zurückhaltend auf das neue Angebot. Optisch sei es "ziemlich langweilig", kritisierte DBB-Sprecher Rüdiger von Woitkowski.



Mit dem ehrgeizigen Vorhaben solle die Bundesverwaltung "entsprechend den Rahmenbedingungen der Informationsgesellschaft eine neue moderne Struktur" erhalten, betonte Schily. In dem Angebot finden sich neben einer Jobbörse mit offenen Stellen im Öffentlichen Dienst und einer Suchmaschine vor allem Verbindungen zu anderen offiziellen Websites mit Verbraucher-Ratschlägen etwa zu Gesundheit, Ernährung, Arbeit und Reise.



Ein Programm soll Auskunft über die Höhe der Kfz-Steuern geben, Bundesbank und Europäische Zentralbank steuern Informationen zu Euro bei. Auch eine Art Grundkurs zum politischen System der Bundesrepublik findet sich auf der Website.



Woitkowsi begrüßte die Aufnahme von Stellenangebote im Öffentlichen Dienst in die Website. Kritisch äußerte sich der DBB-Sprecher aber auch zur mangelhaften Einbindung der Gewerkschaften: Außer dem DBB fehle auch die neue Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, sagte er.



Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gab auf der Cebit unterdessen den Namen für das Wappentier der Internet-Kampagne des Bundes bekannt, einen blauen Adler: Das Zeichentricktier, dessen Name seit Wochen mit einer Kampagne gesucht worden war, heißt "Findulin". Der Adler steht unter anderem für die Slogans "Internet für alle" und "Deutschland schreibt sich mit .de".

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