Online-Buchhändler
Bertelsmann kommentiert BOL-Gerüchte nicht

Der Bertelsmann-Konzern hat einen Kommentar zu einem Pressebericht abgelehnt, wonach der vor der Schließung stehende Online-Buchhändler BOL an den Konkurrenten Buch.de verkauft werden soll.

Reuters MÜNCHEN. "Wir nehmen zu Marktgerüchten keine Stellung", sagte ein Bertelsmann-Sprecher am Montag in Gütersloh. "Es bleibt dabei, dass wir die Firma BOL mit Sitz in München zum Jahresende schließen." In Branchenkreisen hieß es allerdings, es sei nicht auszuschließen, dass einzelne Vermögenswerte von BOL im Zuge der Geschäftseinstellung veräußert würden. Zuvor hatte die Wochenzeitung "Euro am Sonntag" berichtet, Bertelsmann wolle BOL an Buch.de verkaufen, die damit zu Deutschlands zweitgrößtem Internet-Buchhändler nach Amazon aufsteigen würden. Auch Buch.de-Marketingchef Albert Hirsch lehnte einen Kommentar ab.

"Das sind Gerüchte und Spekulationen, an denen wir uns nicht beteiligen", sagte Hirsch mit Blick auf den Artikel. "Euro am Sonntag" zufolge will Buch.de für die angebliche Übernahme rund zwei Millionen eigene Aktien sowie eine Million Euro in bar zahlen. Die Verträge sollten am Montag unterzeichnet werden, hieß es in dem Artikel.

Bertelsmann hatte im Oktober angekündigt, BOL in Deutschland schließen und die rund 50 Mitarbeiter entlassen zu wollen. Die Bertelsmann Direct Group, in der das Buch- und Musikclubgeschäft sowie der Onlinehandel zusammengefasst sind, will sich im Zuge ihrer Restrukturierung von den Verlust bringenden BOL-Geschäften trennen. Im Oktober hatte es geheißen, für die deutschen BOL-Aktivitäten sei zu einem akzeptablen Preis kein Käufer gefunden worden.

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