Online-Dienst MovieLink.com
Hollywood-Studios stellen Filme ins Internet

Fünf große Hollywood-Studios bieten seit Montag im Internet Kinofilme zum Herunterladen gegen Bezahlung an. Das Angebot ist zunächst auf die USA beschränkt.

Reuters LOS ANGELES. Hinter der Website movielink.com stehen die Warner Bros., Paramount Pictures, Universal, Metro Goldwyn Meyer und Sony Pictures Entertainement, deren Studios zu den größten der US-Filmindustrie gehören. Die Angebotspalette umfasst nach Angaben der Betreiber vorerst 170 Filme, darunter oscarprämierte Werke wie "A Beautiful Mind" und Klassiker wie "Frühstück bei Tiffany". Je Film sollen Benutzer für neuere Titel 4,95 Dollar, für ältere 1,99 Dollar zahlen. Dabei sind die Filmdateien nur für eine begrenzte Zeit nutzbar.

Sobald der Kunde mit dem Abspielen eines Films auf seinem Computer begonnen hat, bleiben ihm 24 Stunden, bevor sich die Datei automatisch löscht. Eine Datei, die noch nicht zum Abspielen geöffnet wurde, bleibt 30 Tage auf der Festplatte. Nach dieser Frist werden auch nicht abgespielte Filme gelöscht. Die Betreiber von Movielink wollen so verhindern, dass Filme als Raubkopien verbreitet werden.

Als potenzielle Kunden sieht Movielink unter anderem Reisende, die sich Filme unterwegs auf einem Notebook anschauen wollen. Gedacht wird auch an Kinder, die sich bei langen Autofahrten beschäftigen sollen. Die Filmstudios hoffen mit ihrem Webangebot an die Verkaufserfolge von Kinofilmen auf DVD anknüpfen zu können, mit denen sie im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 4,6 Milliarden Dollar machten. Umsätze dieser Größenordnung seien im Internet aber vorerst nicht absehbar, hatte, Movielink-Chef Jim Ramo kürzlich in einem Reuters-Interview gesagt.

Filmfans aus Deutschland können die Site vorerst nicht erreichen. Nach Eingabe der Internetadresse erhalten sie den englischsprachigen Hinweis, dass das Angebot zurzeit nur aus den USA zugänglich ist. Es gibt in den USA bereits einen Online-Dienst für Filme mit dem Namen CinemaNow. Dieser arbeitet nach eigenen Angaben bisher noch nicht Gewinn bringend. Zwar besuchen demnach monatlich 1,5 Millionen Web-Surfer die Seite. Die meisten rufen aber nur so genannte Trailer und andere kostenlose Clips ab. Nur ein Prozent der Besucher sei bereit, für Filme zu zahlen.

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