Online-Dienst würde keine Stelle abbauen
Freenet.de will Mobilcoms Festnetz-Sparte

Der Online-Dienst Freenet.de will die Festnetz-Sparte der Mobilcom AG mit 400 bis 500 Arbeitsplätzen übernehmen.

HB HAMBURG. "Davon würde nicht ein Arbeitsplatz abgebaut", sagte Freenet-Chef Eckhard Spoerr am Freitag in Hamburg. Freenet gehört zu 76 % der Mobilcom; der Rest ist an der Börse notiert. Gleichzeitig ist das Unternehmen mit einem Anteil von 85 % der größte Kunde der Mobilcom-Festnetzsparte.

Nach den Worten Spoerrs ist die Internet-Tochter von Mobilcom nicht von der bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit der Muttergesellschaft betroffen. Das Unternehmen sei profitabel und verfüge über Barmittelbestände in Höhe von 57 Mill. ?. Zudem operiere Freenet selbstständig am Markt. Gegenüber Mobilcom sei das Unternehmen auf der Netzebene Gläubiger. Im vergangenen Jahr habe das Volumen der Geschäfte mit Mobilcom auf der Netzebene 16 bis 17 Mill. ? betragen. Spoerr sagte, er gehe zudem nicht davon aus, dass die Netztechnik-Tochter von Mobilcom Insolvenz anmelden werde.

Das bevorstehende Insolvenzverfahren von Mobilcom eröffne für Freenet neue Möglichkeiten, sagte Spoerr. Die Kaufverträge für die Festnetzsparte waren bereits ausgehandelt, aber der Mobilcom-Aufsichtsrat habe wegen der Streitigkeiten im Aktionärskreis nicht mehr darüber entschieden.

Eine andere Frage sei hingegen, wer künftig die Anteile an Freenet.de halten werde. Das werde vermutlich erst im Jahr 2003 entschieden, wenn sich die Wertentwicklung des Unternehmens abzeichne. In Frage kämen sowohl Finanzinvestoren als auch strategische Investoren aus der Branche. Das Unternehmen ist aktuell an der Börse ungefähr 90 bis 100 Mill. ? Wert, nach Spoerrs Einschätzung real aber das Doppelte.

Die Freenet.de hatte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 12,9 Mill. ? bei einem Verlust von 4,2 Mill. ?. Das Unternehmen sei mit 5,7 Mill. Kunden auf dem Weg in die Gewinnzone.

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